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KONTAKTE-KOHTAKTbI
Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.
Fünf Milliarden Euro wurden von der Bundesstiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ an 1,7 Millionen ehemalige Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer ausgezahlt. Viele alte Menschen, die in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion kaum von ihren Renten leben können, werden sich über finanzielle Leistungen der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft gefreut haben.
Für hunderttausende Menschen, die in ihren Heimatländern unter dem deutschen Besatzungsregime zur Zwangsarbeit verurteilt waren, fehlt das Geld. Besonderes Unrecht empfinden ehemalige sowjetische Kriegsgefangene, die härteste Zwangsarbeit leisteten.
Mit über drei Millionen Erschossenen, Erschlagenen, Verhungerten, Erfrorenen zählen sowjetische Kriegsgefangene nach den europäischen Juden zur größten Opfergruppe der Nazis.
Ihnen verweigert der deutsche Gesetzgeber die Anerkennung als NS-Geschädigte, sie sind „nicht leistungsberechtigt“. Keine öffentliche Hand streckt ihnen eine „humanitäre Geste“ entgegen. (Nur in Belarus können ihnen ab 2007 aus Restmitteln der Bundesstiftung medizinische Leistungen bezahlt werden.)
KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. ruft zu Spenden für diese NS-Opfer auf. Bis November 2009 konnten in Armenien, Belarus, Russland, Estland und in der Ukraine schon 6500 ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen jeweils 300 Euro übermittelt werden. In Briefen wird mitgeteilt, dass dies eine Geste der Anerkennung und des Respekts ist, von Deutschen und Österreichern im Rahmen eines Bürger-Engagements für vergessene NS-Opfer gespendet. Fast alle haben uns geantwortet. Viele schickten ausführliche Schilderungen ihrer Lebenswege, es sind erschütternde Dokumente.
Spendenkonto: Berliner Volksbank,
BLZ 100 900 00,
(für Überweisungen aus dem Ausland:
IBAN: DE48 1009 0000 3065 5990 06,
BIC: BEVODEBB),
Kontonummer 306 55 99 006
Kennwort „Kriegsgefangene“
Kennwort „Armenienhilfe“.
Wie erreichen wir diese Menschen? Ehemalige sowjetische Kriegsgefangene, die bei den Partnerorganisationen der Bundesstiftung Anträge auf „Zwangsarbeiterentschädigung“ stellten, erhielten Ablehnungsbescheide. Aber ihre Unterlagen wurden aufbewahrt, ihre Daten gespeichert.
KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. pflegt mit den Partnerorganisationen in Belarus, Russland und in der Ukraine vertraglich geregelte Beziehungen, denen zufolge in mehreren Tranchen – soweit Spendengeld vorhanden ist – diese NS-Opfer begünstigt werden. In Armenien haben wir enge Beziehungen zur einzigen Selbsthilfegruppe ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener. Weil dort die Not alter Menschen besonders groß ist, werden in Armenien mehrfach Hilfsgelder ausgezahlt. In Georgien ist unser Vertragspartner die Georgisch-Ukrainische Freundschaftsgesellschaft.
Täglich sterben etliche dieser hoch betagten Menschen. Wir wollen so vielen wie möglich noch eine Geste der Anerkennung geben.
Eberhard Radczuweit.
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