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KONTAKTE-KOHTAKTbI
Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.
(September 2010) Im August wurde Spendengeld für folgende Zwecke verschickt: Kinderleukämie - Professor Alexander Karachunskij (Moskau) erhielt für die laufenden Kosten des ALL-MB-Therapieprogramms 3000 Euro. Für „vergessene“ NS-Opfer -- Nach Georgien schickten wir 4200 Euro für 14 ehemalige Kriegsgefangene, die nachweislich NS-Zwangsarbeiter waren. In Eriwan übergab die KOHTAKTbI-Mitarbeiterin Valerie Engler dem Vorsitzenden des armenischen Vereins der rehabilitierten Gefangenen des II. Weltkrieges 3000 Euro zur Weitergabe an bedürftige Mitglieder seines Vereins.
Seit November 2009 konnten keine Spenden mehr nach Russland überwiesen werden, weil die Zustimmung der für humanitäre ausländische Leistungen zuständigen Moskauer Regierungskommission fehlte. Nach Medienprotesten wurde am 30. August die Genehmigung für die Überweisung von 120 000 Euro erteilt. Nun können wir 400 ehemalige sowjetische Kriegsgefangene in folgenden Regionen begünstigen: Altai-Gebiet, Gebiet Archangelsk, Gebiet Astrachan, Republik Dagestan, Gebiet Kamerow, Gebiet Krasnojarsk, Republik Marj-El, Republik Mordowien, Uljanowsk, Republik Tschuwaschija.
(Juli 2010) Der armenische Junge Ajk Oganesjan wurde mit akuter lymphoblastischer Leukämie (ALL) in unsere erste russische Partnerstation aufgenommen, dem onko-hämatologischen Zentrum im Republiks-Kinderkrankenhaus / Moskau. Er wird nach dem von uns geförderten Moskau-Berlin-Protokoll „ALL-MB 2008“ behandelt und hat die Induktionstherapie beendet. Am 13. Juli besorgten wir ihm aus Spendenmitteln ein wichtiges Medikament, das derzeit in Russland nicht verfügbar ist.

Die Partnerschaft für leukämiekranke Kinder in Russland, Belarus und Usbekistan benötigt dringend finanzielle Hilfsmittel. Wir bitten um Spenden.
(Juli 2010) Ein Notruf des armenischen Vereins der rehabilitierten Gefangenen des II. Weltkrieges veranlasste uns am 5. Juli zur Überweisung vom 5000 Euro für 28 Mitglieder unserer Partnerorganisation, die kein Geld für dringend benötigte Medikamente haben.
Unser Partner für leukämiekranke Kinder, Prof. Dr. Alexander Karachunskiy, kam von Tscheljabinsk (Ural, Westsibirien), einem ökologischen Katastrophengebiet, nach Berlin. Seine mitgebrachten Briefe und Fotos aus der dortigen Partnerklinik stehen hier. Karachunskiy erhielt 6000 Euro für die Weiterführung der von uns geförderten ALL-MB-Therapie.
(Juni 2010) Am 22. Juni überwiesen wir wieder 4200 Euro nach Georgien. Vorausgegangen war die Meldung unseres georgischen Partners Nugsar Anguladse über 14 neu ermittelte ehemalige sowjetische Kriegsgefangene, die ihre Dokumente über geleistete Zwangsarbeit prüfen ließen. Jeder von ihnen erhält 300 Euro und einen Brief in russischer Sprache, in dem die Spende als Geste der Anerkennung des erlittenen Unrechts erklärt wird. Aus den erhaltenen Unterlagen geht hervor, dass acht von ihnen nach dem Krieg für mehrere Jahre nach Nordrussland verbannt worden waren.
(Juni 2010) Am 3. Juni erhielt Prof. Dr. med. A. Karachunskiy, Leiter der von uns geförderten multizentrischen Studiengruppe ALL-MB 2008, zur Therapiehilfe für leukämiekranke Kinder 5000 Euro. Am 9. Juni wurden 5000 Euro auf das Konto des armenischen Vereins der rehabilitierten Gefangenen des Zweiten Weltkrieges überwiesen. Die Spende wird mehrheitlich als Nothilfe für drei ehemalige Kriegsgefangene verwendet, deren Wohnhütten durch ein Unwetter stark beschädigt wurden.

Der 90jährige Armenier Walasch Gasparjan überlebte als Zwangsarbeiter die vierjährige Kriegsgefangenschaft. Er zählt zu sieben ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen, die sich im Mai 2010 bei unserer Partnerorganisation in Eriwan meldeten und von uns 300 Euro als Geste der Anerkennung erlittenen Unrechts erhielten. Gleichzeitig wurden Spenden als Nothilfen an 31 weitere ehemalige Kriegsgefangene in Armenien ausgezahlt. Kaum einer ist jünger als 90 Jahre.
(Mai 2010) Am 31. Mai wurden 5000 Euro auf das Konto unserer georgischen Partnerorganisation überwiesen (Ukrainisch-Georgische Freundschaftsgesellschaft). Davon werden für 16 ehemalige sowjetische Kriegsgefangene folgende Leistungen finanziert: Medikamente, 3 Hörgeräte, 1 Rollstuhl sowie Baumaterial für zwei Personen, deren Häuser durch einen Erdrutsch schwer beschädigt wurden. Diese Spendenempfänger hatten zuvor schon Einmalspenden von je 300 Euro erhalten. Ihre außerordentliche Bedürftigkeit veranlasst uns zu dieser besonderen Zuwendung.
(Mai 2010) Am 10. Mai übergab ein KOHTAKTbI-Mitarbeiter in Kiew 5000 Euro an die Ukrainische Assoziation der jüdischen Ghetto- und KZ-Überlebenden. Diese Spende des Bürger-Engagements für vergessene NS-Opfer kommt jenen Mitgliedern der Assoziation zugute, die während der deutschen Besatzungszeit im Versteck überlebten. Sie erhielten keine Leistungen aus dem Fond der Bundesstiftung EVZ.
(Mai 2010) Seit 7 Jahren engagieren wir uns um die Anerkennung des Unrechts, unter dem ehemalige sowjetische Kriegsgefangene bis heute leiden. Die Bundesrepublik Deutschland bescheinigt ihnen, nur „allgemeines Kriegsschicksal“ erlitten zu haben, und dem deutschen Gesetzgeber gelten sie als „nicht leistungsberechtigt“.
Die SPD-Fraktion folgte jetzt einer Anregung von Wolfgang Thierse und gab ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages über die Haftbedingungen sowjetischer Kriegsgefangener in Auftrag.
Lesen sie hierzu einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 8. Mai 2010.
Eine gut besuchte Benefiz-Lesung aus Briefen ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener am 7. Mai im Schöneberger Rathaus erbrachte 1193,20 Euro, die jetzt ehemaligen Kriegsgefangenen in Georgien überwiesen werden, deren extreme soziale Not uns bekannt ist. (E. Radczuweit)
(Mai 2010) Anfang Mai wurde der Appell des Bürger-Engagements für vergessene NS-Opfer verteilt. Darauf folgten erste Spendeneingänge, die bereits am 6. Mai an unsere Partner in Georgien und Armenien überwiesen wurden: für 13 ehemalige Kriegsgefangene in Georgien insgesamt 3900 Euro.
Auf das Konto des armenischen Vereins der rehabilitierten Gefangenen des II. Weltkrieges gingen 3500 Euro für besondere Hilfsmaßnahmen zugunsten bedürftiger Mitglieder und 1500 Euro an 5 neue Mitglieder dieses Vereins, deren Zwangsarbeit als NS-Kriegsgefangene bestätigt worden sind.
Weitere Spendeneingänge sind für eine 60 000-Euro-Tranche nach Russland bestimmt, die 200 ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen zugute kommen sollen.
Der „Berliner Appell“ im vollen Wortlaut.
(April 2010) Unser Partner Prof. Dr. med. Alexander Karachunskiy sandte aus Moskau eine Kurve, die Fachleute begeistert.

Das Bild zeigt Ergebnisse, die bei der Behandlung von insgesamt 3518 Kindern mit einer akuten lymphoblastischen Leukämie in Russland erreicht worden sind. Die Behandlung erfolgte im Rahmen von so genannten multizentrischen Therapieoptimierungsstudien; dies bedeutet, dass Kinder in zahlreichen Kliniken nach einem festgelegten und von den behandelnden Ärzten abgestimmten Behandlungsplan behandelt wurden.
Die erste dieser kooperativen Studien begann vor 15 Jahren (die beiden unteren, längsten Kurven). Hier wurden zwei unterschiedliche Behandlungen (ALL-MB 91 und ALL BFM 90m) miteinander verglichen, und es wurde ein identisches Ergebnis erzielt: nach 15 Jahren sind 67% der Kinder von ihrer Leukämie geheilt.
An der nächsten Studie (ALL-MB 2002) nahmen noch mehr Kliniken teil, so dass in einem Zeitraum von etwa 6 Jahren 1546 Patienten in die Studie aufgenommen werden konnten. Das Ergebnis liegt nach fast 8-jähriger Beobachtungszeit bei 72%, also besser als das der vorhergehenden Studie.
Gegenwärtig läuft eine neue Studie (ALL-MB 2008), die entsprechend den Ergebnissen der vorhergehenden mit dem Ziel einer weiteren Verbesserung verändert wurde (Therapieoptimierung). Sie begann im Jahre 2008 und hat daher noch eine kurze Laufzeit. Dennoch sind in den wenigen Jahren bereits 1022 Patienten aufgenommen worden, weil inzwischen über 40 Kliniken in ganz Russland und Weißrussland teilnehmen. Ein Langzeitergebnis ist daher noch nicht ablesbar. Erkennbar ist aber bereits, dass es mit Sicherheit erneut zu einer Verbesserung kommen wird, denn in den ersten Jahren liegt die Kurve deutlich über denen der früheren Studien.
Insgesamt zeigen diese Ergebnisse, das die Überlebenswahrscheinlichkeit der Kinder mit einer Leukämie in Russland gegenwärtig zwischen 70 und 80% liegt. Vor dem Beginn unserer Zusammenarbeit betrug die Heilungsrate weniger als 15%.
Prof. Dr. med. Dr. h.c. Günter Henze
Mitglied des KOHTAKTbI-Beirats
(April 2010) Am 6. April überwiesen wir 10 000 Euro in die Ukraine, Verwendungszweck: medizinische Hilfe für NS-Opfer.
KONTAKTE-KOHTAKTbI hat bereits allen in der Ukraine lebenden ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen, deren Anträge auf „Zwangsarbeiterentschädigung“ abgelehnt worden waren, Einmalspenden als Geste der Anerkennung erlittenen Unrechts übermittelt. Aufgrund von Meldungen über die mangelnde medizinische Versorgung der alten Leute hatten wir am 1. Oktober 2008 einen Vertrag mit der Internationale Vereinigung „Verständigun“ über 20 000 Euro geschlossen, um bei medizinischen Notfällen helfen zu können. Die Stiftung schickte jetzt ihren Rechenschaftsbericht über die Mittelverwendung. Demzufolge erhielten ehemalige sowjetische Kriegsgefangene aus 24 ukrainischen Regionen medizinische Leistungen. Wir stellen fest, dass die Stiftung sparsam und effektiv die Spenden verwendete. Deshalb wurde eine neue Tranche über 10 000 € vereinbart. Es werden davon Medikamente nach Vorlage ärztlicher Rezepte gekauft und notwendige medizinische Hilfsmittel, die den Begünstigten sonst nicht zur Verfügung stünden.
(März 2010) Am 30. und 31. März wurden von den Spendenkonten „Leukämiehilfe“ und „Kriegsgefangene“ folgende Summen abgebucht:
8120 Euro wurden dem Moskauer Kinderonkologen Professor Alexander Karachunskiy bei seinem Berlinbesuch übergeben. Das Geld ist die II. Jahresrate für die von ihm geführte „MB-Studienzentrale“ in Moskau, wo laufend die Patientendaten aus 40 russischen, belarussischen Zentren und einem usbekischen Kinderkrebs-Zentrum ausgewertet und alle teilnehmenden Kliniken beraten werden. Auch Personalbeihilfen für ehrenamtlich tätige Laborärztinnen am russischen Republiks-Kinderkrankenhaus sind Verwendungszweck, die Laborproben der im Rahmen des „Moskau-Berlin-Protokolls“ behandelten Patienten untersuchen.
4200 Euro wurden nach Georgien für 14 ehemalige sowjetische Kriegsgefangene überwiesen, deren Angaben und Dokumente von uns geprüft wurden. Der Älteste ist 97 Jahre alt, der Jüngste unter ihnen ist 86 Jahre alt. Unser georgischer Partner Nugsar Anguladze berichtet laufend über die Not von Menschen, für die wir jetzt Patenschaften vermitteln möchten. Ein Beispiel: „Lado Gwischiani, geb. 1925, erhielt von Kontakte-KOHTAKTbI eine einmalige humanitäre Hilfe. Herr Gwischiani lebt im Dorf Orbeli im Bezirk Zageri. Das Haus, in dem der alte, verarmte Mann mit seiner Frau lebt, wurde von einem Erdrutsch im Jahr 1998 stark in Mitleidenschaft gezogen. Das Gebäude wurde fast vollständig zerstört. Das einsame Ehepaar lebt im einzigen Zimmer, das noch heil ist. Lado Gwischiani ist ans Bett gefesselt, kann sich nicht fortbewegen und ist ganz auf die Hilfe seiner Frau angewiesen. Er braucht dringend finanzielle Unterstützung für Medikamente und zum Erwerb von einfachen Geräten für den Haushalt.“
Wer für Not leidende NS-Opfer in Georgien und Armenien eine Patenschaft übernehmen will, soll sich melden bei Eberhard Radczuweit unter info@kontakte-kontakty.de.

Unsere armenischen Partner vom Verein der rehabilitierten Gefangenen des Zweiten Weltkrieges haben jetzt einen Fotoapparat gekauft, um die Spendenübergaben zu dokumentieren. Zwei mit jeweils 300 Euro im März 2010 begünstigte Mitglieder dieses Vereins: der 87jährige Andranig Lasarjan (links) und der 88jährige Wanig Geworkjan mit seiner Frau Olja Geworkjan.
(März 2010) Unter der Leitung der jungen Chefärztin Sapura Ibragimowa ist die Pädiatrisch-Onkologische Station des Hämatologischen Instituts in Taschkent jüngstes Mitglied der multizentrischen MB-Studiengruppe.
Usbekistan ist ein Entwicklungsland. Von den 27,7 Mio. Einwohnern sind die Hälfte Kinder unter 15 Jahren. Von diesen erkranken jährlich 300 an akuter lymphoblastischer Leukämie (ALL).
Weil in Usbekistan nicht genügend Zytostatika und Medikamente für die Supportivtherapie zur Verfügung stehen, ist dort das Moskau-Berlin-Protokoll besonders willkommen. In geringerem Maße als in westlichen Therapieprotokollen werden teure und toxische Zytostatika mit ihren schwer kontrollierbaren Nebenwirkungen bei gleichen Behandlungserfolgen eingesetzt.

Mutter mit ALL-Patientin in der Taschkenter Kinderkrebs-Station. Die vierjährige Muslima wird jetzt nach dem Moskau-Berlin-Protokoll behandelt.

Der Studienleiter Prof. Dr. Alexander Karachunskiy, Beiratsmitglied von KONTAKTE-KOHTAKTbI, auf der neuen Partnerstation im Kreis seiner Kolleginnen, Krankenschwestern, Patienten und deren Mütter und Großmütter, Januar 2010.
(März 2010) Am 8. März überwiesen wir 4600 Euro auf das Konto des armenischen Vereins der rehabilitierten Gefangenen des II. Weltkrieges. Davon sind 1140 Euro von zweckgebundenen Dauerüberweisungen, die quartalsweise ausgezahlt werden. Der Rest entfällt auf Zuwendungen für 11 neue Mitglieder unserer Partnerorganisation in Eriwan, deren Kriegsgefangenschaft und Zwangsarbeit nachgewiesen wurden.
Wegen geringer Spendeneinnahmen konnte die Bitte um Nothilfen an bedürftige Mitglieder des armenischen Vereins nicht erfüllt werden. (Das Spendenkennwort an ehemalige armenisch-sowjetische Kriegsgefangene lautet „Armenienhilfe“)
(Februar 2010) Mit Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin gibt KONTAKTE-KOHTAKTbI diese Broschüre heraus mit Berichten über Begegnungen mit ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen in Belarus.
Titelbild: Der ehemalige Zwangsarbeiter Alexej Berdnikowitsch zeigt den Gästen aus Deutschland das Grabmal der 220 ermordeten Einwohner des Dorfes Pisarewitsch.
Die Broschüre kann bestellt werden bei suchan-floss@kontakte-kontakty.de.

(Februar 2010) Am 15. Februar überwiesen wir 4500 Euro für 15 ehemalige Sowjetsoldaten nach Georgien, die als Gefangene der Wehrmacht Zwangsarbeit geleistet hatten. Sie meldeten sich in den letzten Wochen mit ihren Dokumenten bei unseren georgischen Partnern. Ihre Unterlagen wurden von uns geprüft, darunter sind auch alte KGB-Bescheinigungen über ihre Haftzeit. Der Älteste ist 97 Jahre, der Jüngste 86 Jahre alt. Zwei von ihnen waren unter Stalin in die Tundra nach Komi verbannt worden, einer für 8 Jahre, der andere für 6 Jahre.
(Februar 2010) Im Dezember 2005 überreichte Eberhard Radczuweit in Eriwan dem Ehepaar Pharamusjan eine Geldspende. Der blinde Herr Aremak Pharemusjan überlebte die Kriegsgefangenschaft in den „Russenlagern“ der Wehrmacht mit schweren Gesundheitsschäden. Fünf Jahre später, im Januar 2010 erhielt er von KOHTAKTbI die letzte Spende.

(Januar 2010) Am 12. Januar überwiesen wir 5000 Euro auf das Konto unserer armenischen Partner vom Verein der rehabilitierten Gefangenen des II. Weltkrieges. Mehrheitlich handelt es sich um die quartalsweise Übermittlung monatlicher Dauerüberweisungen von Förderinnen, die Patenschaften übernommen haben. Ein KOHTAKTbI-Mitglied spendet monatlich 300 Euro für die Verwaltungskosten unserer Partnerorganisation in Eriwan, deren Mitarbeiter/innen ausschließlich ehrenamtlich tätig sind.
(Januar 2010) Am 11. Januar überwiesen wir die erste Spenden-Tranche des Jahres nach Georgien. Mit jeweils 300 Euro als Geste der Anerkennung erlittenen Unrechts werden dort wieder 16 ehemalige Kriegsgefangene der Wehrmacht begünstigt. Als Beweis ihrer Empfangsberechtigung dienen ihre Soldbücher und diverse Bescheinigungen.
Zu den Spendenempfängern zählen beispielsweise Konstantin Karzhija, der zwar der Georgischen Legion beigetreten war, um den Sterbelagern der Wehrmacht zu entgehen, aber von uns nicht als Kollaborateur eingestuft wird: Er floh auf der holländischen Insel Texel von seiner Einheit und schlug sich zu den Partisanen der französischen Résistance durch. Frau Warwara A. Ninikelaschwili wurde als Sanitäterin gefangen genommen, ihr gelang die Flucht zu ukrainischen Partisanen, wo sie wieder als Sanitäterin aktiv war.
Unser georgischer Partner bemüht sich um die persönliche Spendenübergabe trotz schwierigster Witterungsverhältnisse. Viele Ortschaften in den kaukasischen Bergen sind nach starken Schneefällen von der Außenwelt isoliert.

Linkes Bild: Dmitrij Elbakidze, 98 Jahre alt, und seine Frau nehmen die Spende an
Rechtes Bild: Giguza Darbaidze, 97 Jahre alt, in seiner Wohnung.
(Januar 2010) Der Links-Verlag ließ die Preisbindung aufheben für unseren 2007 herausgegebenen Band „Ich werde es nie vergessen – Briefe sowjetischer Kriegsgefangener“. Das Buch, 270 Seiten, kann jetzt für 9,90 Euro bestellt werden über info@kontakte-kontakty.de.
(Januar 2010) Seit der Gründung des Vereins KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. vor 20 Jahren unterstützen wir die Entwicklung einer effektiven Therapie für leukämiekranke Kinder in Belarus und Russland. Im vergangenen Jahr konnten dafür insgesamt 114 000 Euro aus unserem Spendenaufkommen zur Verfügung gestellt werden.
Seit dem Jahr 2004 rufen wir auf zum Bürger-Engagement für vergessene NS-Opfer im Osten. Wir begünstigen NS-Geschädigte – vorwiegend ehemalige sowjetische Kriegsgefangene –, die von der Bundesrepublik Deutschland und der deutschen Wirtschaft keine Leistungen erhielten. 2009 wurden 308 000 Euro als „Geste der Anerkennung erlittenen Unrechts“ übermittelt.
Auch in diesem Jahr stehen beide Projekte im Mittelpunkt der Vereinsarbeit.
Spendenkonto: Berliner Volksbank,
BLZ 100 900 00,
(für Überweisungen aus dem Ausland:
IBAN: DE48 1009 0000 3065 5990 06,
BIC: BEVODEBB),
Kontonummer 306 55 99 006
| Kennwörter: | „Kinderleukämie“ |
| „Kriegsgefangene“ – „Bürger-Engagement“ – „Armenienhilfe“ |
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