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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Aktuelle Meldungen.

13 Jahre Engagement für „vergessene“ NS-Opfer.

(November 2016) Dieser Flyer verschafft einen Überblick auf das 13jährige Engagement für „vergessene“ NS-Opfer in mehreren Nachfolgestaaten der Sowjetunion und benennt die gegenwärtige Schwerpunkte. Er wird in einer Auflagenhöhe von 5000 Stück gedruckt und kann zum Weiterverteilen bei E-Mail: info [at] kontakte-kontakty.de bestellt werden.

KOHTAKTbI-Solidarität im Sommer 2016.

(September 2016) Warum sammeln wir trotz staatlicher „Anerkennungsleistungen“ noch Geldspenden für ehemalige sowjetische Kriegsgefangene? Weil in sozialen Notstandsgebieten, so in der Ukraine und im Kaukasus, für viele der über Neunzigjährigen ihre Dauermedikation und ärztliche Betreuung unbezahlbar wäre.

Aram Saghjan und seine Ehefrau Knarik im Mai 2016 mit der Geldspende..

An Überlebende der deutschen Massaker in belorussischen Dörfern wurden überwiesen:

Partnerschaft für leukämiekranke Kinder:

Stand der Auszahlung der „Anerkennungsleistungen“ an ehemalige sowjetische Kriegsgefangene.

(Juli 2016) KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. hatte vor einem Jahr dem Bundesfinanzministerium Daten von rund 800 noch lebenden und nach unserem Erkenntnisstand antragsberechtigten ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen überlassen. Die Bundesregierung gab auf Anfrage der Fraktion Die Linke bekannt, dass seit dem 30. September 2015 bis heute insgesamt 1233 Anträge eingingen, in 537 Fällen wurden Leistungen ausgezahlt bzw. Zahlungsaufträge erteilt. Die Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage: dipbt.bundestag.de/dip21/btd/18/090/1809051.pdf.

Gedenkveranstaltung am 75. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion.

(Juni 2016) KONTAKTbI-KOHTAKTbI organisierte in Partnerschaft mit dem Deutsch-Russischen Forum, finanziert vom Auswärtigen Amt, eine Gedenkveranstaltung am sowjetischen Ehrenmal in Berlin-Tiergarten, die den Charakter einer Friedenskundgebung mit etwa 600–700 Teilnehmenden hatte.

Vorausgegangen war die Kranzniederlegung durch die Botschafter von acht Ländern der ehemaligen Sowjetunion, die von E. Radczuweit in seine Grußworte einbezogen wurden. Prof. Günter Morsch, Leiter der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, rief auf zur Einrichtung eines „Gedenkortes für die Opfer der NS-Lebensraumpolitik“, einer Intitiative des KOHTAKTbI-Gründungsmitglieds Dr. Peter Jahn. Antje Vollmer sprach für das Deutsch-Russische Forum. Prof. Dr. Erhard Eppler war aus Schwäbisch-Hall angereist, wurde stürmisch begrüßt und sprach 20 Minuten. Seine Rede dokumentieren wir hier. Der Schauspieler und Sänger Grigory Kofman brachte Lieder von Wyssozki zu Gehör, der Hanns-Eisler-Chor hatte für diesen Anlass ein eigenes Programm einstudiert.

Es war ein würdiges Gedenken mit einem kategorischen Imperativ: Frieden!

Feier zum 25-jährigen Jubiläum des Moskau-Berlin-Protokolls.

(Mai 2016) Am 20. Mai 2016 feierten wir zusammen mit den maßgeblich beteiligten Kinderonkologen aus Moskau und Berlin die 25jährige Existenz des „Moskau-Berlin-Protokolls“ mit Konzert und Ansprachen im Konferenzsaal der Berliner Charité. Es spielte das Zehlendorfer Kammerorchester Misa a Buenos Aires unter Leitung von Nataliya Chaplygina, Sopran: Maria-Elisabeth Weiler. Diese Festveranstaltung war im Rahmen einer Tagung der Gesellschaft für pädiatrische Onkologie und Hämatologie. Wir danken der Tagungsleiterin Prof. Dr. med. Monika Eggert!

Bericht über 25 Jahre MB-Protokoll im Tagesspiegel.

Fotos: Hans-Christian Schwartz.

Prof. Dr. Günter Henze im Gespräch mit der Dirigentin.

Eröffnung unserer Ausstellung „‚Russenlager‘ und Zwangsarbeit“ in Zeithain.

(April 2016) Eröffnung unserer Ausstellung „‚Russenlager‘ und Zwangsarbeit“ am Gedenktag des 71. Jahrestages der Befreiung des Kriegsgefangenenlagers Zeithain, 23. April 2016.

In den Massengräbern vom Stalag Zeithain liegen 25 000 bis 30 000 sowjetische Kriegsgefangene. Mit beispiellosem Engagement gelang es, 23 000 Namen auf gestalteten Stelen zu verewigen. Zur Gedenkveranstaltung sprachen der Vizepräsident des Sächsischen Landtages, Angehörige verstorbener sowjetischer Kriegsgefangener, belorussische und russische Diplomaten, christliche Geistliche sprachen Totengebete, Eberhard Radczuweit beendete seine Gedenkrede mit dem Hinweis, dass hier neben russischen auch 3000 ukrainische Rotarmisten ruhen, auch Armenier und Aserbaidschaner. „Nicht nur deren Nachkommen sollten aus der Geschichte lernen. […] Nationalismus verbreitet sich heutzutage in mancherlei Spielarten in ganz Europa. Ich meine, Zeithain ist auch ein Lernort zum Thema Völkerverständigung. Der Gegensatz zu Rassismus und Nationalismus ist beispielsweise die Gastfreundschaft gegenüber Flüchtlingen aus Kriegsgebieten.“

Gedenkredner war Eberhard Radczuweit.

Die Ausstellung steht bis zum 12. September 2016 in einer restaurierten Baracke des Kriegsgefangenenlagers Zeithain/Sachsen..

Eberhard Radczuweit in der russischen Veteranenzeitung.

(April 2016) Das Zentralorgan des russischen Veteranenverbandes veröffentlichte eine Bekanntmachung von Eberhard Radczuweit über die Auszahlung der Anerkennungsleistungen an ehemalige sowjetische Kriegsgefangene, die der Bundestag im Mai vorigen Jahres beschlossen hatte. Der Leserschaft wird erklärt, unter welchen Voraussetzungen, wie und wo das Geld – 2500 € – zu beantragen ist. Beachtenswert ist der Bewusstseinswandel in Russland, wo noch vor 10 Jahren die ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen ignoriert wurden.

KOHTAKTbI-Solidarität: Kontinuität und Wandel.

(April 2016) Seit 25 Jahren fördern wir eine Therapie-Optimierung für leukämiekranke ALL-Kinder in Russland, Belarus und anderen ehemaligen Sowjetländern. Das Therapie-Design, initiiert von Kinderärzten in Moskau und Berlin, heißt Moskau-Berlin-Protokoll, kurz „MB“.

In diesem Zeitraum wurden 7291 MB-Patienten behandelt. 6303 Leukämiekinder überlebten! (Stand: 15.04.2016).

Die Spendenkampagne wird unvermindert fortgesetzt.

Vor 13 Jahren riefen wir das Bürger-Engagement für vergessene NS-Opfer in Nachfolgestaaten der Sowjetunion ins Leben, mehrheitlich für ehemalige sowjetische Kriegsgefangene, von denen die letzten noch Lebenden bis zum Jahre 2018 Leistungen aus Mitteln des Bundeshaushalts beantragen können. Deshalb reduziert sich zunehmend unsere Auszahlung an diese NS-Opfergruppe und gleichzeitig erhöhen wir unsere Hilfsmaßnahmen an andere:

Am 15. April überwiesen wir weitere 18 000 € für 60 Überlebende von Massakern in belorussischen Dörfern. (Spendenkennwort: Verbrannte Dörfer).

Unsere Ausstellung in Saransk.

(April 2016) Vom 8. April bis 30. Juni 2016 steht die russische Variante unserer Ausstellung „Russenlagerund Zwangsarbeit in Saransk, der Hauptstadt von Mordwinien, einer Republik im europäischen Teil Russlands. Die 7. Station der von der EVZ geförderten Wanderausstellung ist dort das „Memorialmuseum für Kriegs- und Arbeitsheldentum“ (wörtliche Übersetzung), einem 1995 von Jelzin eröffneten Prachtbau im Farbmuster des Georgsbandes. Zur Eröffnung sprachen Museumsdirektor Nikolaj Krutschinkin, Wasilij Utschajkin vom mordwinischen Veteranenrat, Prof. Wladimir Abramov, Dekan der Historischen Fakultät der Mordwinischen Universität, unser Partner Maxim Wilkow von der Moskauer „History Foundation“. Dr. Dmitri Stratievski trug Eberhard Radczuweits Begrüßungsrede vor. Das Mordwinische Staatsfernsehen übertrug die Reden.

Bei der Eröffnungsveranstaltung waren unter anderem Kinder verstorbener Kriegsgefangener, Pfadfinder und Schulklassen anwesend.

Dmitri Stratievski redet.

Saransker Schulklassen stürmen unsere Ausstellung.

Das Band zur Ausstellung wird getrennt.

Kein Ende der Nothilfen.

(März 2016) Während die Auszahlung der staatlichen „Anerkennungsleistung“ für ehemalige sowjetische Kriegsgefangene erst in zwei Jahren endet, leisten wir ständig weitere Nothilfen für diese lange vergessenen NS-Opfer: Im Januar überwiesen wir nach Armenien für rund hundert Betroffene 20 000 € (vorwiegend für Heizmaterial und Medikamente); im Februar/März wurden 21 000 € auf das Konto unserer ukrainischen Partnerorganisation „Fonds für Verständigung und Toleranz“ überwiesen, Verwendung: Medizinische Zwecke; in Russland wurde im März nur einem ehemaligen Kriegsgefangenen ein Aufenthalt im Sanatorium bezahlt.

… und für leukämiekranke Kinder

wurden am 29. Februar unserem Mitglied Prof. Dr. Alexander I. Karachunskiy 17 000 € übergeben. Dieses Spendengeld wird verwendet für den laufenden Betrieb der ALL-MB-Studienzentrale, in der die Daten aller Kinder in Russland, Belarus, Usbekistan, Armenien ausgewertet werden, die nach dem Moskau-Berlin-Protokoll therapiert werden. Am 21. März nahm Karachunskiy im KOHTAKTbI-Büro eine größere Menge der von ihm zuvor erbetenen Medikamente mit nach Russland.

Armenischer Brief.

(März 2016) In Syrien lebten vor dem Bürgerkrieg neben anderen christlichen Bevölkerungsgruppen über hunderttausend Armenier. Der 95jährige ehemalige sowjetisch-armenische Kriegsgefangene Mikael Papikjan schreibt uns von seinen Sorgen. Er geriet 1943 in deutsche Kriegsgefangenschaft und erlitt Zwangsarbeit und eine Odyssee durch die deutsche Lagerlandschaft. Nach der Befreiung diente er noch ein Jahr in der Sowjetarmee und lebt seither in Armenien. Sein Brief steht hier.

Neuer Rundbrief.

(März 2016) Die Bundesregierung vergibt „Anerkennungsleistungen“ an die letzten noch lebenden ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen. Wird damit unser Bürger-Engagement für vergessene NS-Opfer überflüssig? Eine Antwort steht hier.

Deutsch-Russisches Haus in BerlinBriefkontakte ins Museum.

(Februar 2016) Am 25. Februar übergab KONTAKTE-KOHTAKTbI die gesammelten Briefe mit Erinnerungen ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener dem Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst zur Archivierung. Bericht hier.

Übersicht früherer Meldungen.

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