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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

65. Jahrestag des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion.

15 000 NS-Opfer warten weiter auf eine Anerkennung aus Deutschland.

Pressemeldung des Vereins KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. zum 65. Jahrestag des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion am 22. Juni 2006.

Es war ein Vernichtungskrieg. Slawische Menschen galten als „rassisch minderwertig“. Sie sollten auf das Maß reduziert werden, wie Arbeitssklaven benötigt wurden.

In vierjähriger Kriegszeit wurden über 25 Millionen Menschen vernichtet und fast drei Millionen junge Frauen und Männer zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt. Millionen sowjetische Kriegsgefangene mussten sterben, ehe man ihre Arbeitskraft als „wertvolle Kriegsbeute“ erkannte. Sie wurden im Bergbau, im Steinbruch, beim Minenräumen eingesetzt.

Wer der Vernichtung durch Arbeit entging, landete nach dem Krieg häufig in Stalins Gulag. Erst unter Gorbatschow wurden die ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen vollständig rehabilitiert.

Dagegen verweigert die deutsche Bundesregierung bis heute diesen Menschen die Anerkennung als Naziopfer. Ihnen wird das Mindestmaß an materieller Zuwendung als Geste der Anerkennung verweigert, die anderen NS-Opfern zugestanden wird.

Wo der Staat versagt, ist Bürger-Engagement gefragt. Wir appellieren an unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger, ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen die gleiche Achtung und Zuwendung wie anderen Überlebenden des Naziterrors zu gewähren.

Dr. Hilde Schramm, Eberhard Radczuweit
(Initiatoren des Bürger-Engagements für Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer, die von der Bundesstiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ nicht begünstigt werden können).

KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. hat bisher über eine Million Euro Spenden an ehemalige sowjetische Kriegsgefangene in Armenien, Russland, Weißrussland und in der Ukraine übermittelt. Sie erhielten jeweils 300 Euro, die in persönlichen Briefen an die Begünstigten als Geste der Anerkennung und unseres Respekts bezeichnet wurden. 15 000 weitere ehemalige sowjetische Kriegsgefangene, die Zwangsarbeiter waren, warten noch auf diese Zuwendung.

Spendenkonto:
Kontakte-Kontakty, Konto-Nr. 306 55 99 006, Berliner Volksbank, BLZ 100 900 00
Kennwort „Kriegsgefangene“.

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