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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Berliner Initiativen für „Ostarbeiter“.

Sowjetische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Deutschland.

Eine Ausstellung im Säulensaal des Berliner Rathauses
7. bis 20. Juli 2000
Einladung zur Eröffnungsveranstaltung mit Zeitzeugen
am 6. Juli, 19 Uhr (Haupteingang des Berliner Rathauses, am Alexanderplatz)

Die Nachricht von Zuwendungen aus Deutschland zugunsten ehemaliger Zwangsarbeiter weckt Hoffnungen. Es kommen Briefe aus Rußland, der Ukraine und aus Weißrußland, adressiert an die Bundesregierung, den Berliner Senat, an Firmen, an die unterschiedlichsten Stellen, von denen Hilfe erwartet wird. Es ist immer die dringende Bitte um amtlichen Nachweis der in Deutschland geleisteten Zwangsarbeit.

Vier bis fünf Millionen Menschen, in der Mehrzahl junge Frauen, wurden während des Zweiten Weltkrieges aus den von der Wehrmacht besetzten sowjetischen Gebieten zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt. Mit dem auf ihrer Kleidung aufgenähten stigmatisiert, galten für diese Menschen gemäß der NS-Rassenideologie unmenschliche Zwangsmaßnahmen. Über eine Million „Ostarbeiter“ kamen ums Leben. Die Überlebenden wurden nach der Rückkehr zu Hause diskriminiert, im Westen als Opfer ignoriert und leben heute zumeist in großer Armut. Exemplarisch stellen wir die Lebensläufe ukrainischer Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter vor, deren Briefen nach Berlin Antwort gegeben wurde.

Marina Schubarth, Initiatorin der Ausstellung, erhielt hunderte dieser Briefe. In vielen Fällen gelang ihr der Nachweis. Die Schöneberger Sophie-Scholl-Oberschule war in den vierziger Jahren ein „Ostlager“. 1994 schrieb eine ehemalige Lagerinsassin an den Schuldirektor. Seither laden Lehrer, Schüler und Eltern ukrainische Zwangsarbeiterinnen mit ihren Familien ein. Unsere Ausstellung dokumentiert dieses und weiteres Bürgerengagement in Berlin, das mit partnerschaftlichen Beziehungen zu ehemaligen „Ostarbeitern“ über die gegenwärtige Diskussion um Entschädigung hinaus weist.

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