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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Alexander Dowshenko und sein Film „Arsenal“.

Der Ukrainer Dowshenko studierte zu Beginn der 20er Jahre in Berlin bei dem expressionistischen Maler Erich Heckel Bildende Kunst, wandte sich nach der Rückkehr in die Heimat der Karikatur zu, um schließlich in der Filmkunst sein eigentliches Metier zu finden.

Alexander Dowshenko kann als einer der großen Regisseure des sowjetischen Stummfilms und der Welt-Kinematographie gelten; gleichzeitig ist er auch der führende Exponent seines einheimischen, des ukrainischen Filmschaffens. Seine Filme wurden in den zwanziger und beginnenden dreißiger Jahren in vielen Ländern der Welt gezeigt und trugen entscheidend zur Durchsetzung und zum Ruhm der jungen sowjetischen Kinematographie oder des „Russenfilms“ bei, wie er in der Weimarer Republik genannt wurde.

Die Filme Dowshenkos faszinieren durch ihren Umgang mit der Thematik der Revolution, aber auch durch ihr Empfinden für Lyrik und Natur, durch ihre Verarbeitung mythischer und märchenhafter Elemente sowie durch ihre expressive Bildkomposition und Filmsprache. Sie sind bis heute lebendige Klassiker geblieben.

Dowshenko bekannte sich selbst als „Poet“:

Das Riesenhafte der Ereignisse hat mich gezwungen, das Material unter dem Druck vieler Atmosphären zusammenzupressen. Das kann man nur, wenn man sich der poetischen Sprache bedient, die meine künstlerische Besonderheit zu sein scheint.

„Arsenal“ ist eine Studie der Jahre 1914 bis 1917 von Krieg, Heldentum, Befreiungskampf und Tragödie in der ukrainischen Revolution, am Beispiel einer Munitionsfabrik in Kiew. Der Film verzichtet auf eine durchgehende Handlungsführung und veranschaulicht historische Vorgänge durch die Montage dokumentarischer Kontrastbilder; von heute aus gesehen wirkt er ausgesprochen experimentell. Die Kritiker waren fasziniert von der ausgeprägten Bildästhetik, der urwüchsigen Kraft und dem dramaturgischen Talent des Regisseurs.

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