Direkt zum Navigationsmenü.
KONTAKTE-KOHTAKTbI
Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.
Ohne die fortwährende Erinnerung an alle Opfer des Nationalsozialismus und ohne die Verantwortung gegenüber den Überlebenden des Naziterrors wäre Deutschland keine Kulturnation und Humanismus bliebe ein leeres Wort.
Auschwitz ist für alle demokratischen Parteien und im Massenbewußtsein der Bevölkerung das Synonym für Völkermord und deutsche Schuld.
Der Kalte Krieg schien erst zu enden, als in Deutschland auch die Verantwortung gegenüber den NS-Opfern in Osteuropa anerkannt wurde und die Auszahlung von Kompensationsleistungen gegenüber Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern begannen.
Doch welcher Geschichtslehrer weiß, dass die ersten „Probevergasungen“ in Auschwitz sowjetische Kriegsgefangene betrafen? Wem ist bewußt, dass sie mit etwa dreieinhalb Millionen Toten nach den europäischen Juden zur zweitgrößten Opfergruppe der Nazis zählten?
Die Vernichtung der sowjetischen Kriegsgefangenen wurde nur durch die Verwertung ihrer Arbeitskraft verzögert. Die Überlebenden wurden nach der Befreiung in Stalins Arbeitslager verschleppt. Als NS-Opfer wurden sie weder in Deutschland noch in der Sowjetunion anerkannt und begünstigt.
mit Stefan Taschjian, Rechtsanwalt, vertritt die Interessen ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener gegenüber der Bundesrepublik
Prof. Dr. Pavel Poljan, Historiker, Moskau
Dr. Peter Jahn, Leiter des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst
Haus der Kirche
Berlin-Charlottenburg, Goethestr. 26–30.
Mittwoch, 19. Febr. 2003, 19.30 Uhr.
Die Bundesregierung verweigert den ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen jede finanzielle Unterstützung.
Das juristische Argument, dass ihnen nach der Genfer Kriegsgefangenenkonvention keine Kompensationsleistungen zustünden, ist falsch. Denn sowjetische Kriegsgefangene der Deutschen Wehrmacht wurden unter Mißachtung aller Bestimmungen des Kriegvölkerrechts behandelt.
Mit dieser Veranstaltung wollen wir den letzten Überlebenden unter den ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen ein Zeichen geben für Solidarität und Zuwendung.
![]()
Zurück zum Seitenanfang.