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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Die Bibliothek Iwans des Schrecklichen.

Wiebke Moritz über Mythos und Wahrheit.

Wer verfasste das „Testament Peters des Großen“? Wann entstand das „Igorlied“? Hat Iwan der Schreckliche je existiert oder ist er eine Erfindung der Romanov-Zaren? Besaßen die Ostslaven in vorchristlicher Zeit eine Runenschrift? Überlebte Zarewitsch Aleksej das Massaker von Ekaterinburg? Stammen die Etrusker von den Russen ab? Ist das „Buch Vles“ ein Werk des 5. Jahrhunderts?

In der Geschichte und Kultur Russlands gibt es zahlreiche Fragen und ungelöste Rätsel, die die Öffentlichkeit bewegen und auch von der Forschung immer wieder aufgegriffen werden, obwohl ihnen (vermutete) Fiktionen, Fälschungen und Mystifikationen zugrunde liegen. Wo aber verläuft die Grenze zwischen Fiktion und Faktizität? Welches sind die Kriterien, die einen Text als fiktional, eine Quelle als gefälscht erweisen?

M. Hagemeister

Ich habe mich mit der „verschwundenen Bibliothek Iwans des Schrecklichen“ befasst. Über 500 Jahre wird nach der Bibliothek gesucht, wobei ihre Existenz nicht zweifelsfrei geklärt ist. Viele Wissenschaftler gehen allerdings davon aus, da es einige Fakten gibt, die als erwiesen angesehen werden können.

Kurz zum Hintergrund: Die Frau Iwans des III., eine Nichte des letzten byzantinischen Kaisers, brachte wertvolle Bücher, u.a. Handschriften von griechischen Philosophen, in die Ehe ein. Diese Bücher wurden in den unterirdischen Kremlanlagen versteckt. Unter Iwan dem Schrecklichen wurde die Bibliothek noch erweitert. Nach dem Tod Iwans geriet die Bibliothek in Vergessenheit. Jahre später erinnerte man sich an die wertvolle Sammlung und begann mit der Suche, die bis heute anhält.

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