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KONTAKTE-KOHTAKTbI
Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.
Die Arbeitsgemeinschaft NS-Zwangsarbeit Berliner Evangelischer Kirchengemeinden lädt ein:
Andacht um 16.00 Uhr auf dem Friedhof der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde, Hermannstr. 84 – 90
anschließend Veranstaltung im Saal der Magdalenen Gemeinde, Karl-Marx-Str. 197, 17.30 – 19.00 Uhr
Sonntag, den 17.11.2002
Anlass für diese Veranstaltung während der Friedensdekade ist das Baracken-Lager, das 1942 auf dem oben genannten Neuköllner Friedhof von der Kirche gebaut und bis Kriegsende betrieben wurde. Die Insassen – ausschließlich „Ostarbeiter“ – leisteten für 39 evangelische und drei katholische Gemeinden auf den Friedhöfen Zwangsarbeit.
Auch bei der Kirche litten sie als rechtlich besonders diskriminierte Gruppe unter den Zwangsarbeitern an permanentem Hunger und Angst vor willkürlichen Strafen, die bis ins KZ führen konnten.
Die Gedenkstelle wurde am 1. September 2002 durch Bischof Dr. Wolfgang Huber und der oben genannten Arbeitsgemeinschaft unter Leitung des Generalsuperintendenten Martin-Michael Passauer im Beisein von Verwandten ehemaliger kirchlicher Zwangsarbeiter eingeweiht. Finanziert wurde sie von Spendengeldern.
Dank dieser Spenden konnten wir auch den vorwiegend durch eigene Recherchen in der Ukraine gefundenen Opfern eine humanitäre Unterstützung geben. Sie bekamen auch eine Bescheinigung über ihre Zwangsarbeit bei der Kirche, was unerlässliche Voraussetzung für Zahlungen aus dem Fonds der Bundesstiftung ist. In diesen hat die Evangelische Kirche Deutschlands vor zwei Jahren 10 Mio. DM eingezahlt.
Als landwirtschaftliche Zwangsarbeiter eingestuft haben „unsere“ in der Ukraine gefundenen Zwangsarbeiter maximal 750 Euro von dort zu erwarten, statt 2500 Euro, die an Industriearbeiter gezahlt werden. Haus- und Kindermädchen – meist in sehr jugendlichem Alter aus der Heimat deportiert und auch in Pfarr-Haushalten eingesetzt – erhalten gar nichts.
Folgenden Fragen wollen wir auf der Veranstaltung nachgehen:
Es informieren uns:
Moderation: Gerlind Lachenicht, AG NS-Zwangsarbeit Berliner Evangelischer Kirchengemeinden.
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