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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Bürgerrechte für Belarus.

Podiumsdiskussion am Mittwoch, 20. Januar 1999, 19.30 Uhr im Rathaus Schöneberg.

Der russische Präsident Jelzin und sein belorussischer Amtskollege Lukaschenko vereinbarten den Zusammenschluß beider Länder. Die Menschenrechtslage in Belarus gerät dadurch wieder in das Blickfeld der internationalen Öffentlichkeit. Auf Einladung von KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. kommen Bürgerrechtler und Juristen zu einer öffentlichen Veranstaltung nach Berlin, die in Belarus (Weißrußland) zu den bekanntesten Verteidigern demokratischer Rechte zählen:

Harry P. Pogoniaylo war bis zum Machtantritt von Lukaschenko Präsident des belorussischen Verbandes der Rechtsanwälte. Danach verteidigte er die Interessen der Opposition vor Gericht. Zu seinen Klienten zählten russische Journalisten, deren Verhaftung internationale Proteste hervorriefen, der Dichter S. Adamowitsch und ehemalige Regierungsmitglieder. Er ist stellvertretender Vorsitzender des belorussischen Helsinki-Komitees. 1998 erhielt er Berufsverbot.

Prof. Dr. jur. Michail I. Pastuchow, Mitglied des Verfassungsgerichts bis zu dessen Auflösung, klagte erfolglos dagegen vor dem Menschenrechtsausschuß der UNO. Seit 1997 wurde er zum maßgeblichen Verteidiger der Pressefreiheit in Belarus. Der Europarat würdigte seinen Einsatz mit einer Preisverleihung.

Vera V. Stremkowskaja, Strafverteidigerin, bis 1995 Beratung der Regierung bei einer Justizreform, geriet in Widerspruch zu Lukaschenko und wurde als Verteidigerin von Bürgerrechtlern aktiv.

Prof. Dr. phil. Gennadij Gruschewoj arbeitet seit Beginn der Eigenstaatlichkeit von Belarus für die Opposition, Mitglied des Obersten Sowjet Belarus seit 1990. Er koordiniert zur Zeit die Tätigkeiten von Bürgerinitiativen.

Moderation: Renate Künast, Mitglied des Abgeordnetenhauses, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratie und Recht

Mit dieser Veranstaltung beginnt ein Dialog zwischen deutschen und belorussischen Juristinnen und Juristen mit dem Ziel, demokratische Kräfte in Belarus zu unterstützen.

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