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KONTAKTE-KOHTAKTbI
Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.
Rathaus Schöneberg, BVV-Saal, John-F.-Kennedy-Platz.
Sonnabend, 29. Januar 1994.
Am 27. Januar 1994 jährt sich zum fünfzigsten Mal der Tag, an dem die Blockade Leningrads von sowjetischen Truppen durchbrochen werden konnte.
Die fast 900 Tage dauernde Belagerung der Dreimillionen-Stadt zählt zu den schrecklichsten Katastrophen des Zweiten Weltkrieges. Die Verluste unter der Zivilbevölkerung durch Hunger und Kälte werden auf eine Million Tote berechnet. Diese Tragödie ist in ihrem Ausmaß in Deutschland weitgehend unbekannt
16.00 – 17.00 Uhr Vorträge.
17.10 – 18.10 Uhr Lesung.
Schriftstellern kam während der Blockade eine besondere Bedeutung zu. Mit ihrer Arbeit sollten sie den Überlebenswillen der Bevölkerung fördern. 45 Leningrader Schriftsteller/innen verhungerten in der Blockadezeit. Es werden Gedichte vorgetragen von Anna Achmatova, Olga Bergholz, Vera Inber, Nikolai Tichonov.
18.30 – 20.00 Uhr Diskussion mit Zeitzeugen.
Sonntag, 30. Januar,
12 Uhr, Filmbühne am Steinplatz, Hardenüergstr. 12 (Nähe Bhf. Zoo):
„Blockade“.
ein Film von Thomas Kufus.
Anschließend Gespräch mit dem Regisseur.
Teilnehmer: Dr. Klaus Meyer, Professor für osteuropäische Geschichte am Osteuropainstitut der FU, Vorsitzender von Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion e.V., Dr. Peter Jahn, Historiker, befaßt mit der Planung eines deutsch-russischen Museums über den Krieg, Daniil Granin, St. Petersburg, Schriftsteller (u.a. „Das Blockadebuch“, „Die verlorene Barmherzigkeit“), Aileen Rambow, USA, Slawistin, schreibt zur Zeit eine Dissertation über die „Blockadedichter“. Walfriede Schmitt, Schauspielerin, Mitglied des Ensembles der Volksbühne, Marina Goiny, Übersetzerin, Projektleitung: Eberhard Radczuweit, Organisation: Ingrid Damerow.
Mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten. In Zusammenarbeit mit: Aktion Sühnezeichen-Friedensdienste, Aktives Museum, Evangelische Akademie Berlin-Brandenburg, Stiftung Topographie des Terrors.
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