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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Die 7. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch

Die 7. Sinfonie entstand während der 900tägigen Blockade Leningrads durch deutsche Truppen 1941 bis 1943. Sie ging als Zeugnis tragischer Ereignisse um die Welt.

Schostakowitsch weigerte sich, während rings um ihn Menschen vor Hunger starben, seine Heimatstadt zu verlassen. Häufig kam er nach einer Vierundzwanzig-Stundenwoche als Feuerwehrmann auf dem Dach des Konservatoriums nach Hause und schrieb an seiner Sinfonie.

Erst ein Befehl zwang ihn zur Evakuierung nach Kubyschew an der Wolga, wo er im Dezember 1941 die Arbeit beendete.

Zur Uraufführung am 5. März 1942 mußten Musiker von der Front abberufen werden. Am 9. August 1942 wurde die Sinfonie unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in Leningrad aufgeführt.

Filmkopien der Partitur gelangten bereits 1942 nach England und in die USA, wo Sir Henry Wood und Arturo Toscanini sie im gleichen Jahr zur westeuropäischen und amerikanischen Erstaufführung brachten. In Berlin kam es im Dezember 1946 zur deutschen Erstaufführung .

"Die 'Leningrader Sinfonie' ist Symbol des Sieges der besten menschlichen Eigenschaften. Geschrieben in Leningrad, ist sie bis zu den Ausmaßen eines Meisterwerkes von Weltrang gewachsen; man versteht sie auf jedem Längen- und Breitengrad, denn sie schildert die Wahrheit über den Menschen in einem ungewöhnlichen Augenblick seines Unglücks und seiner Erfahrung."

(Alexej Tolstoi)

Deutsch-sowjetische Kontakte e.V. bat den Direktor des Leningrader Konservatoriums, Prof. Wladimir Tschernuschenko, um die Aufführung der 7. Sinfonie aus Anlass des 50. Jahrestages des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion.

Die Studenten des Konservatoriums, unterstützt durch Solisten der Leningrader Philharmoniker, studierten dieses schwierig zu spielende Werk eigens für die Berliner Aufführung am 16. Juni 1991 im Schauspielhaus Berlin.

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