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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Gedenken an die NS-Massaker von Babi Jar.

Innerhalb von zwei Jahren mehr als 200 000 Menschen umgebracht.

Aus Anlaß des 50. Jahrestages des Beginns der Massenmorde in Babi Jar veranstaltet Deutsch-sowjetische Kontakte e.V. am 29. September 199 einen Vortrag mit zwei deutschen und einem jüdischen Historiker aus Riga.

Angehörige eines deutschen Polizeibatallions ermordeten am 29. September 1941 in einer Schlucht im Norden Kiews 33 771 jüdische Männer, Frauen und Kinder.

Innerhalb von nicht einmal einer Woche wurden insgesamt 150 000 bis 160 000 Menschen an dieser Stelle Opfer einer vorsätzlichen, geradezu fabrikmäßigen Erschießung.

Babi Jar, der Name der Schlucht, wurde in den nächsten zwei Jahren zur Stätte systematischer Hinrichtungen: im Laufe von 103 Wochen, jeden Dienstag und Freitag, wurden weitere 500 bis 600, das heißt innerhalb von zwei Jahren mehr als 200 000 Menschen umgebracht, darunter neben Juden und anderen Sowjetbürgern – vor allem Ukrainer – auch Ungarn, Polen, Rumänen und Deutsche.

Babi Jar wurde zum Symbol des Judengenozids.

Vortragende:.

Über den historischen Hintergrund, das Verhältnis von Planmäßigkeit und Eigenständigkeit der Täter, wird einleitend der Berliner Historiker Dr. Hans-Heinrich Wilhelm, ausgewiesen durch ein Standardwerk über den Vernichtungskrieg der Einsatzgruppen, sprechen.

Prof. Dr. Wolfgang Wippermann wird über den Holocaust im Bewußtsein der Deutschen reden.

Über die Judenvernichtung im widersprüchlichen Bewußtseinsbild der Sowjets, über den dienstbaren Antisemitismus der Helfershelfer vor Ort und den offiziellen und geschichtspolitischen Umgang mit dem Holocaust wird der Rigaer Historiker Margers Westermannis, selbst Zeitzeuge und Leiter eines Dokumentationszentrums über die Geschichte der lettischen Juden, berichten.

Der Schauspieler Reinhard vom Bauer wird das Gedicht „Babi Jar“ von Jewgeni Jewtuschenko vortragen.

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Unser Projekt war die einzige Berliner Gedenkveranstaltung zum 50. Jahrestag dieses Holocausts.

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