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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Gedenktafel für ehemaliges KZ Trostenez gefordert.

Erinnerung an 28 Millionen sowjetische Opfer des deutschen Überfalls.

Berlin, 21. Juni 1991.

Die Teilnehmer einer Veranstaltung im Rathaus Schöneberg, die anläßlich des 50. Jahrestages des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion stattfindet, stellen an das Bezirksamt Schöneberg den Antrag, baldmöglichst innerhalb des feststehenden Rahmens „Orte des Schreckens, die wir nie vergessen dürfen“ am Wittenbergplatz und Kaiser-Wilhelm-Platz zusätzlich ein Schild mit dem Namen „Trostenez“ anzubringen.

Begründung:.

Trostenez, 10 km südöstlich von Minsk, an der Straße Minsk – Mogilew, war das größte Vernichtungslager auf dem von den Deutschen besetzten Gebiet.

Im Konzentrationslager Trostenez mit seinen beiden Exekutionsstätten Blagowschtschina und Schaschkowa wurden von Herbst 1941 bis Ende Juni 1944 über 206 000 sowjetische Zivilisten erschossen, vergast und verbrannt. In Trostenez wurden auch Juden aus dem Reich getötet. Das Vernichtungslager Trostenez stand unter der Verwaltung des Kommandeurs der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes (KdS) in Minsk.

Allein in Weißrußland gab es während der Okkupation 1941–1944 durch die deutsche Wehrmacht und Polizei 60 Konzentrationslager.

Keines davon ist uns heute in Deutschland bekannt. So soll das Vernichtungslager Trostenez stellvertretend für diese bis heute unbekannten Lager stehen, zum Gedenken an die 28 Millionen sowjetischen Toten, die der deutsche Überfall auf die Sowjetunion forderte.

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