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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Wärme und Liebe gegen Hass und Krieg.

Gedanken von Olga Leontieva.

Warum junge Menschen anderer Nationen sich immer öfter die Köpfe glatt rasieren lassen, sich selber „Skinheads“ nennen, offen sagen, daß sie Menschen anderer Nationalitäten und Religionen hassen?

Was soll gemacht werden, damit Menschen mit einer anderen Hautfarbe, einer anderen Religion, einer anderen Sprache von Jugendlichen von Anfang an als Freunde und nicht „gefährliche Unbekannte“ gesehen werden?

Auf die erste Frage gibt es keine eindeutige Antwort – darüber machen sich bereits seit Jahrhunderten die klügsten Köpfe Gedanken.

Die Antwort auf die zweite Frage liegt irgendwo in unserer Nähe verborgen, und nur von uns selbst hängt es ab, ob wie sie verstehen. „So wie der erste Krieg, da ist niemand schuld, und wie der zweite Krieg, da ist irgend jemand schuld. Und bei dem dritten Krieg, da bin ich alleine schuld, und meine Schuld ist offensichtlich.“ (Bulat Okudshava).

Unsere Reise war keine Prüfung in Soziologie oder Geschichte. Dieses Projekt war außergewöhnlich und mit Perspektiven dazu, meiner Meinung nach.

Weshalb?

Weil junge Menschen aus zwei Ländern eine einmalige Chance bekommen haben, in nur wenigen Tagen, wichtige Entdeckungen für sich zu machen. Entdeckungen, für die andere Menschen manchmal ein ganzes Leben lang brauchen:

Haben das unsere Kinder verstanden? Sollen wir sie vielleicht fragen, interviewen, oder bitten, es aufzuschreiben?

Nein, das darf man mit Kindern nicht machen: Wörter, wie bekannt, stören nur, einander zu verstehen. Ich habe es einfach gesehen, daß die Kinder wirklich sehr viel verstanden haben: über sich selber, über die Anderen, über das Leben…

Nach einem Aufenthalt in einem anderen Land, nach den Theater- und Museenbesuchen, selbst nach der Kommunikation in einer Fremdsprache kann man nur ein guter Bekannter werden, aber noch kein Freund. Mit Freunden muß man „Ein Pud Salz zusammen gegessen haben“.

Und selbst wenn du nur einen Freund in einem weit entfernten Land hast, beginnst du ganz anders mit seinen Mitmenschen umzugehen. Lustig, denn selbst zu der Karte, auf der das Land steht, empfindest du Wärme und Liebe: dies ist plötzlich kein Stück Papier mehr, sondern ein Symbol für den Ort, in dem dein Freund wohnt.

Alle Jugendlichen warten jetzt schon ungeduldig auf eine neue Begegnung. Das heisst, sie haben solche Freunde gefunden, die ihre Herzen mit einem fernen Land verbinden. Solche Freunde haben sie jetzt. Und Sie?

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