Direkt zum Navigationsmenü.
KONTAKTE-KOHTAKTbI
Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.
Ukrainei
Gebiet Dnepropetrowsk
Nikopol
Juni 2006.
Appell eines ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen an die deutsche Bundesregierung, an den Bundestag und an die Öffentlichkeit der Bundesrepublik Deutschland,
ich wende mich an Sie mit der Bitte, das Gedächtnis an den schrecklichen Zweiten Weltkrieg, den Hitlers Faschismus angestiftet hatte, an die Opfer und Zerstörungen des Krieges sorgfältig zu bewahren.
Es sind viele Jahre vergangen. Friedenswillige Völker haben dank eigener Opferbereitschaft Dörfer und Städte, Werke und Fabriken wieder aufgebaut und neue erreichtet. Die Generation der Kriegsteilnehmer und der Zeitzeugen stirbt aus.
Die Bundesregierung, das Bundesparlament und die ganze Öffentlichkeit Deutschlands hatte eine weise Entscheidung im Bereich der humanitären Arbeit getroffen. Es wurde eine große Arbeit für Verständigung und Versöhnung zwischen den vormals gegnerischen Seiten verwirklicht. Die Bundesrepublik Deutschland hat große Geldsummen für die Kompensation der Sklavenarbeit während des Krieges bewilligt.

Der Brief in russischer Sprache.
Mir ist es aber bitter, dass sowjetischen Kriegsgefangenen, die ebenfalls zur schweren Sklavenarbeit herangezogen wurden und unzähligen Demütigungen ausgesetzt waren, das Recht auf eine Entschädigung aberkannt worden ist.
Heute sind nur wenige von uns im Leben geblieben. Ich bitte Sie im Namen der Gerechtigkeit, sich an uns ehemalige sowjetische Kriegsgefangene zu erinnern. Egal, ob es mit Verspätung geschieht.
Wir wären sehr dankbar, wenn die deutsche Bundesregierung, das Bundesparlament und die deutsche Öffentlichkeit in dieser Frage eine positive Entscheidung treffen könnte und dem Verein KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. bei der Vergabe der Entschädigung behilflich sein könnte.
Ich hoffe, dass die neue Bundesregierung und Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich das Mitleid und das menschliche Verständnis aufbringen werden und sie in dieser Frage eine positive Entscheidung treffen. Vielen Dank im Voraus!
Mit Dankbarkeit und Hochachtung
Jakow Stepanenko,
ehemaliger Kriegsgefangener, der drei Jahre lang im Bergwerk „Minister Stein“ in Dortmund gearbeitet hat.
****
Der 85jährige Herr Stepanenko erhielt als „Geste der Anerkennung“ von KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. eine Spende von 300 Euro. Sein Appell wurde aus dem Russischen übersetzt von Dmitri Stratievski.
![]()
Zurück zum Seitenanfang.