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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Offener Brief an den deutschen Bundeskanzler.

Am 21. August 2003 übergaben Eberhard Radczuweit und Renate Krekeler von KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. im Bundeskanzleramt einen an Bundeskanzler Gerhard Schröder gerichteten Offenen Brief mit rund 400 Unterschriften, in dem die Einrichtung eines Fonds zugunsten bisher nicht entschädigter Opfer des NS-Regimes gefordert wird.

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Sehr geehrter Herr Bundeskanzler!

Sie sind sich Ihrer Verpflichtung gegenüber den Opfern des NS-Regimes bewusst und haben sich für humanitäre Leistungen an ehemalige NS-Zwangsarbeiter eingesetzt.

Aber zehntausende alte Menschen, die in ihrer Jugend unter dem Naziregime die härteste Zwangsarbeit leisteten, werden von der Bundesregierung völlig ignoriert! Obwohl im Partnerschaftsvertrag zwischen der Bundesstiftung und der russischen „Stiftung Verständigung und Aussöhnung“ festgelegt wurde, dass „schnellstmögliche Gewährung von Leistungen an ehemalige Zwangsarbeiter und an von anderem Unrecht aus der Zeit des Nationalsozialismus Betroffene zu erfüllen“ sind, werden ehemalige sowjetische Kriegsgefangene nicht entschädigt! Diese NS-Opfer sehen darin ein Unrecht, das ihnen am Lebensende noch einmal von den Deutschen zugefügt wird.

Herr Bundeskanzler, wir fordern die Einrichtung eines Fonds, der den ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen und anderen bisher nicht entschädigten Opfern des NS-Regimes eine Soforthilfe ermöglicht!

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Die Unterschriftenlisten wurden entgegengenommen vom Regierungsdirektor Dietmar Klein, der im Kanzleramt zustündig ist für „Wiedergutmachung von NS-Unrecht“. Er stimmte zu, dass dieser NS-Opfergruppe großes Unrecht angetan wurde, sah aber in Bezug auf eine Gesetzesänderung gewisse Schwierigkeiten. Hingegen fand er das Bürgerengagement von Mitgliedern des Vereins KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. in Bezug auf humanitäre Hilfe für ehemalige sowjetische Kriegsgefangene beachtenswert und sicherte die Prüfung zu, inwieweit die Bundesregierung dieses Engagement fördern könnte.

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