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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Drei Konzerte für Tschernobyl

Gestaltet von Musikern aus Berlin und Kiew.

Sergej Protopopow stammt aus Odessa und begann schon früh unter Anleitung seines Großvaters, eines renommierten Musikers und Professors, mit Klavier- und Violinunterricht. Am Konservatorium in Kiew studierte er bei Prof. A. Panow und P. Marenko Violine und war danach im Orchester des Ukrainischen Balletts als Solist tätig.

Nach einem Dirigierstudium wurde er 1991 Chefassistent an der Oper in Odessa, 1992 erster Dirigent des Kammerorchesters der Philharmoniker von Tschernigow und wenig später Dirigent des Kammer- und Sinfonieorchesters der Lyssenko-Musikschule in Kiew. Hier unterrichtet er ebenso wie am Konservatorium in Kiew.

Als Gastdirigent leitete Sergej Protopopow das Nationalorchester der Ukraine, das Rundfunkorchester Rumäniens und das Große Sinfonieorchester Rußlands.

Er nahm an zahlreichen internationalen Festivals, wie dem Kiewer Musik-Fest oder den Flaneurs Musicals in Reims, teil. 1993 war er Preisträger des von Jehudi Menuhin gestifteten Dirigierwettbewerbs Présence de la musique.

Hilmar Schmalenberg studierte bei Jurij Utkin vom Moskauer Tschaikowski-Konservatorium Violine, ebenso bei Fritz Ehlers sowie Dirigat bei Helmut Koch in Berlin. Neben seiner Konzertmeistertätigkeit beim DEFA-Sinfonieorchester in Babelsberg leitete er das Lehrer-Kammerorchester der Berliner Musikschulen sowie das Orchestra da camera potsdam.

Als künstlerischer Leiter des Schaffrath-Kammerorchesters engagiert sich Hilmar Schmalenberg für die Brandenburgische Musik des 18. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht dabei das Werk Christoph Schaffraths (1709–1763), das in zahlreichen Erst- und Uraufführungen der Musikwelt wieder zugänglich gemacht werden konnte.

Daneben besitzt die Arbeit von Hilmar Schmalenberg in der Musik des 20. Jahrhunderts einen zweiten Schwerpunkt, wobei er sich dem Werk Schostakowitschs besonders verpflichtet fühlt. So hat er mit dem Schmalenberg-Quartett dessen sämtliche Quartette zur Aufführung gebracht.

Seine tiefe Auseinandersetzung mit Schostakowitsch, die auch wichtige Publikationen über den Komponisten umfaßt, führte zur Gründung der deutschen Schostakowitsch-Gesellschaft, deren Präsident er ist.

Die Gründung des Gemeinschaftsorchesters der Berliner Musikschulen sowie die intensive pädagogische Arbeit mit jungen Instrumentalisten sind für Hilmar Schmalenberg wichtige Bestandteile seiner künstlerischen Arbeit.

Das Lyssenko Kammerorchester (KneBCKMM MoJiOfle)KHMki OpKeCTp MM. JlbiceHKO) wurde 1993 von Sergej Protopopow gegründet. Es ist aus der bekannten Lyssenko Spezialschule für Musik hervorgegangen, wo sich die begabtesten Musiker der Ukraine auf ein Studium vorbereiten.

Seitdem hat es sich auf Tourneen durch Holland und Deutschland sowie auf internationalen Festivals als individueller Klangkörper profiliert. Renommierte Solisten wie Philipp Kuper oder Saskia Viersen sind mit dem Orchester aufgetreten. Es liegen drei Einspielungen auf CD mit Werken aus verschiedenen Epochen vor.

Das JugendStreichOrchester des LandesMusikRates Berlin (JSO) ist ein Streicherensemble, dem hochbegabte Musiker im Alter von 14 bis 25 Jahren aus Berliner Musikschulen und Konservatorien angehören.

Die Arbeit des Orchesters hat einen besonderen Schwerpunkt in der osteuropäischen Musik. Gleichzeitig pflegt das Ensemble einen regen Austausch mit dem künstlerischen Nachwuchs Osteuropas und setzt dadurch Akzente für die Brückenfunktion Berlins.

Die Zusammenarbeit mit namhaften Künstlern und Dirigenten der osteuropäischen Länder kommt der Ausbildung der jungen Musiker ebenso zugute wie dem Berliner Kulturleben.

Ingolf Börnchen, geboren 1953, ist seit 1993 Solooboist am Deutschen Filmorchester Babelsberg. Er ist als Kammermusiker in verschiedenen Formationen sowie als Solist hervorgetreten. Gastspielreisen haben ihn durch zahlreiche Länder West- und Osteuropas und in die USA geführt.

Das Quartett der Ukrainischen Nationalphilharmonie wurde 1994 auf Initiative von Dmitrij Ostanenko, Minister für Kultur und Kunst, gegründet. Seine Mitglieder, Alexander Samoilenko, Nikolaj Kowal, Alexander Lagoscha und Iwan Kutscher sind Konzertmeister des Lyssenko Orchesters. Das Ensemble unternahm zahlreiche Gastspiele in die GUS und nach Westeuropa.

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