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KONTAKTE-KOHTAKTbI
Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.
Armen Smbatjan (1954)
Manuskripte (1984)
Largo
Sardar Faradschew (1960)
Drei Sätze aus der Suite für Streicher
Moderato – Allegretto – Vivo
Reso Kiknadse (1960)
Vier ernste Bagatellen, Fassung für Streichorchester (1995)
– wer weiß – der noch nicht ist – wie bitter, wie wohl – hätte der Liebe nicht –
Sergej Asiamasjan (1897 – 1978)
Drei Stücke nach armenischen Volksliedern
Rotes Tüchlein – Der Kranich – Der Tanz
Nodar Gabunija (1933)
Sinfonia gioconda (1988)
Quasi danza – Tempo molto rubato –
Intermedio/Moderato – Tempo molto rubato
Kara Karajew (1918 – 1983)
Sonatina
Allegro – Moderato assai – Allegro moderato
Sulchan Zinzadse (1925 – 1991)
Vier Stücke nach georgischen Volksliedern
Lento – Moderato – Largo – Presto
Die Idee der Gründung des „Transkaukasischen Kammerorchesters“ geht auf den gegenwärtig in Berlin lebenden georgischen Komponisten Gija Kancheli zurück, der sich als Mitglied des Kuratoriums der Buckower Begegnungen für die Musik des Kaukasusgebietes engagiert.
Leitend war dabei nicht nur der Gedanke, auf das faszinierende musikalische Potential dieser Länder aufmerksam zu machen, das ja größtenteils noch in den Traditionen der kaukasischen Kulturen verwurzelt ist, sondern auch der Wunsch, den jungen Musikerinnen und Musikern die Chance einer durch äußere Umstände ungestörten Arbeitsmöglichkeit zu bieten.
Das Projekt ist darüber hinaus von der Idee getragen, durch das Zusammenwirken der aserbaidschanischen, armenischen und georgischen Musiker ein Zeichen für den in den Kaukasusländern so hartnäckig blockierten Versöhnungsprozeß zu setzen.
Die Musiker des Orchesters wurden von dem georgischen Dirigenten Schawleg Schilakadse (Konservatorium Tbilissi) in Zusammenarbeit mit den Konservatorien in Baku und Jerewan ausgesucht. Die meisten von ihnen besuchen erstmalig ein westeuropäisches Land.
Agajew Sochrab (Violine)
Assadow Dsawid (Violine)
Imanow Wachtgang (Viola)
Alijewa Iwacha (Violoncello)
Nonna Alachwerdowa (Violine)
SatenikSmbatjan (Violine)
Ayhanusch Georbjan (Violine)
Ara Gukasjan (Viola)
Nikolaj Chalatjan (Violoncello)
Leia Mtschedlidse (Violine)
Ekaterina Pirkulowa (Violine)
Monika Kereselidse (Violine)
Irma Eristawi (Viola)
Tamar Bulia (Violine)
Elena Tchomakhidse (Violine)
Alexander Badalow (Violoncello)
Omar Gventsadse (Kontrabaß)
Georg Schilakadse (Assistenz)
Armen Bagratowitsch Smbatjan, 1954 geboren, ist Professor sowie Prorektor am Komitas-Konservatorium in Jerewan. Zu seinen Kompositionen zählen die Symphonie „Manuskripte“, „Symphonisches Poem“, „Konzert für Orchester“, „Konzert für Orchester und Klavier“, „Manuskripte“ für Kammerorchester, „Legenda“ für Streichensemble und Klavier.
Die Werke von Smbatjan sind geprägt durch eine originelle Synthese der Intonationsweisen des armenischen Melos mit den harmonischen und polyphonen Strukturen der modernen Musik. „Manuskripte“ für Kammerorchester wurde 1984 geschrieben. In seinem düsteren und dennoch farbigen Kolorit liefert dieses Werk eine faszinierende Auseinandersetzung mit der mittelalterlichen armeni- schen Monodie.
Sardar Faradschew (1960) studierte an dem Staatlichen Konservatorium in Baku. Er hat Werke für Symphonieorchester und Kammermusik geschrieben.
Reso Kiknadse wurde 1960 in Tbilissi als Sohn einer Philologenfamilie geboren. Von 1986 bis 1990 studierte er Komposition am Konservatorium seiner Heimatstadt und erarbeitete sich die alte georgische Kirchen- und Volksmusik. Seinen Unterricht setzte er 1991 an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Friedhelm Döhl (Komposition) und bei Prof. Dirk Reith (Elektroakustische Musik) fort.
1993 erhielt er den Förderpreis der Marie-Luise-Imbusch-Stiftung. Das Spektrum seiner Werke reicht vom Streichquartett über Orchesterstücke bis hin zu Experimenten mit elektronischer Musik.
Die „Vier ernsten Bagatellen“ (1993) entnehmen ihr Tonmaterial den „Vier Ernsten Gesängen“ von Brahms. Auch die Titel des Stücks sind aus Phrasen dieser Lieder gebildet, die über Leben, Tod und Liebe meditieren und denen Brahms selbst das Attribut der „Gottlosigkeit“ zugeschrieben hat.
Antithetisch zur „Gottlosigkeit“ der Brahms-Lieder nimmt Kiknadse Bezug auf die Webernschen „Bagatellen für Streichquartett“, die – wie Schönberg in seinem Vorwort vermerkt – nur in „Gläubigkeit“ verstanden werden könnten.
Sergej Sacharowitsch Aslamasjan (1897–1978) wurde in Moszok (Armenien) geboren. Er studierte am Moskauer Konservatorium Violoncello und nahm anschließend Unterricht bei A. E. Glen und S. M. Kosolupow. Von 1937 wirkte er als Lehrer, später als Professor für Violoncello und Quartett am Konservatorium in Moskau.
Sergej Aslamasjan war in den 20er Jahren Mitbegründer des international bekannten Komitas-Quartettes, dem er bis 1968 angehörte. Für das Quartett bearbeitete er zahlreiche Kompositionen, darunter auch Werke von Komitas (1869-1935), der als Klassiker der modernen armenischen Musik gilt.
Nodar Kalistratowitsch Gabunija wurde 1933 in Tbilissi geboren. Er studierte am Moskauer Tschaikowskij-Konservatorium Klavier sowie Komposition und ist seit 1984 Rektor des Staatlichen Saradjischwili-Konservatoriums in Tbilissi.
Nodar Gabunija ist ein hervorragender Pianist und so nimmt es nicht wunder, daß in seinem umfangreichen Schaffen neben der Kammermusik und den symphonischen Werken der Klaviermusik ein besonderes Gewicht zukommt.
Sulchan Fjodorowitsch Zinzadse (1925–1991) studierte am Konservatorium in Moskau Violoncello und Komposition. Er war Solist beim Staatlichen Georgischen Rundfunk-Symphonieorchester und Mitglied des Staatlichen Streichquartetts Georgiens. Am Saradjischwili-Konservatorium wirkte er als Professor und von 1965 – 1984 als Rektor.
Zinzadse hat zahlreiche Symphonien, Opern, Ballett- und Filmmusiken komponiert, doch steht im Mittelpunkt seines Schaffens die Kammermusik, wovon zwölf Quartette und zahlreiche Miniaturen zeugen.
Schawleg Schilakadse wurde 1940 in Tbilissi geboren und studierte am dortigen Konservatorium Viola, Komposition und Dirigieren. Seinen Kompositionsunterricht stetze er am Staatlichen Rimskij-Korsakow Konservatorium in Leningrad bei N. Rabinowitsch und A. Dmitrijew fort.
Seit 1959 ist er als Dirigent, Komponist und Musiklehrer tätig. Schilakadse spielte in zahlreichen Symphonie- und Kammerorchestern und gründete 1976 das Ensemble „Camerata Tbilissi“, das er bis 1985 leitete. 1988 rief er das Kammerorchester „Concertino Tbilissi“ ins Leben, das bis heute mehr als 200 Konzerte gegeben hat, u.a. in Deutschland und Spanien.
Schawleg Schilakadse ist seit 1984 Dirigent am Konservatorium in Tbilissi. Sein Repertoire als Dirigent umfaßt die Literatur vom 17 – 20. Jahrhundert. Schilakadse hat Symphonien, Kantaten, Instrumentalkonzerte, Chor- und Kammermusiken geschrieben.
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