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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Krankengeschichten.

Aufgezeichnet von den Müttern.

Wanjuscha P., 6 Jahre alt, aus Obninsk.

„Die Krankheit meines Sohnes Wanjuscha zeigte sich im Juli 1998. Da war er 3½ Jahre alt. Wir konnten uns nicht einmal vorstellen, daß unser lieber, fröhlicher Junge eine so furchtbare Krankheit haben könnte.

Alles fing an, als er von der Straße kam und über Ohrenschmerzen klagte. Die Ärztin machte uns auf eine kleine Warze am Außenohr aufmerksam. Im August wurde aus dem Ohr ein Gewächs entfernt, und die Untersuchung ergab die Diagnose: fibröser Polyp. Man überwies ihn an die HNO-Abteilung des Republik-Kinderkrankenhauses (RDKB).

Der Chefarzt schaute dem Kind nur ins Ohr und sagte, es sei Krebs. Natürlich konnten wir das nicht glauben. Zurückgekehrt nach Obninsk, beruhigte man uns und riet, wir sollten nichts überstürzen.

Erst als sich bei der Auswertung der Untersuchungen herausstellte, daß die Diagnose in Obninsk falsch war, mußten wir es glauben.

In dieser Lage halfen uns die Ärzte der HNO-Abteilung sehr. Sie sagten, die Onkohämatologie im RDKB sei eine Abteilung, in der die Kinder geheilt werden, und sie seien dort einverstanden, uns aufzunehmen.

Die Behandlung dauerte bis zum April. Es fiel Wanjuscha schwer, denn wie alle Kinder wollte er gesund sein und spielen. Nach der Behandlung erholte er sich schnell. Alle drei Monate, dann nach sechs Monaten kamen wir zur Kontrolle, das letzte Mal am 6. Dezember, und alles war gut.

Im März begann Wanjuscha über Ohrensausen zu klagen. Als sich dann am Außenohr eine Verdickung zeigte und zu bluten anfing, fuhren wir sofort zur Abteilung.

Leider bestätigte sich das Rezidiv, und eine Chemotherapie wurde eingeleitet.“

Wanjuscha ist in dieser Zeit gereift und nimmt die Behandlung sehr ernst. Er will möglichst schnell gesund werden.

Artur A., 13 Jahre alt, aus Rostow am Don.

„Mein Leben ist sehr schwer. Unsere einzige Quelle zum Lebensunterhalt ist die Behindertenrente meines Sohnes. Helfen Sie uns bitte in diesem schweren Lebensabschnitt.“

Artur und seine Mutter im Krankenzimmer

Artur und seine Mutter im Krankenzimmer
Foto: Prof. Dr. med. Alexander Karatschunsky.

Julia A., 10 Monate alt, aus Wolgograd.

„Am 11. Juli 2000 kam unser kleines Mädchen auf die Welt. Juljenka brachte große Freude in unsere Familie, denn nach Aussage der Ärzte hatte ich keine Chance, Kinder zu haben.

Aber das Glück dauerte nicht lange. Zwei Wochen nach der Geburt zeigte sich an der Innenecke des linken Oberlids ein Gewächs. Es begannen endlose Arztbesuche. Indessen vergrößerte sich die Geschwulst. Schließlich diagnostizierten die Chirurgen einen Abszeß. Das Kind wurde operiert.

Zehn Tage später begann die Geschwulst wieder zu wachsen. Danach wandte ich mich um Hilfe an die Helmholtz-Augenklinik in Moskau. Hier wurde eine Biopsie entnommen. Der Onkologe sagte mir, daß die Behandlung mit Chemotherapie erfolgen müsse. Da mein Kind aber erst anderthalb Monate alt sei, bestehe keine Chance.

Wir wurden an das RDKB weiter überwiesen, hier stellten sie die Diagnose "Embryonales Sarkom" und begannen mit der Behandlung. Es war schrecklich zu erkennen, was mit uns geschehen war.

Trotzdem gab es Hoffnung auf Juljenkas Heilung, denn der Chefarzt Professor Karatschunski sagte, daß das Kind eine Chance habe. Die Zeit verging, wir durchliefen die Behandlung Block für Block. Es gab viele gefährliche Momente, aber da wir von Herrn Karatschunski ständig Unterstützung erhielten, bemühten wir uns durchzuhalten.

Jetzt sind neun Blöcke Chemotherapie überstanden, und die Kontrolluntersuchung hat keinen onkologischen Befund mehr ergeben. In vieler Hinsicht hing die Heilung von dem fürsorglichen und feinfühligen Verhalten des medizinischen Personals ab.

Ich bin den Ärzten und Schwestern sehr dankbar, daß sie uns geholfen haben, diese Prüfung zu bestehen. Wir fahren in der Hoffnung nach Hause, daß die Krankheit unseres Kindes nie wiederkehrt.“

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