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KONTAKTE-KOHTAKTbI
Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.
Ein Bericht von Eberhard Radczuweit.
Sonntagnachmittag, 14. April 2002.
Ankunft auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo. Lange Warteschlangen vor den Kabinen mit den Fensterchen, dahinter prüfende Blicke auf Pässe und deren Inhaber. Danach durch den „Red channel“, die Zollkontrolle.
Viele Male zuvor konnten nur die Ärzte Sascha und Andrej die Zöllner von meiner Harmlosigkeit überzeugen – trotz der mitgeführten großen Geldbeträge (Spenden der Nothilfe „Ärzte für Ärzte“) und aller verdächtigen Schachteln und Ampullen im Koffer: Medizin für krebskranke Kinder.
Meine Reisebegleiterin Renate Krekeler, erst seit zwei Wochen bei KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. beschäftigt, kannte das russischen Grenzregime aus meinen Abenteuerberichten und war aufgeregt. Dieses Mal ging alles gut. Die Zöllnerin konzentrierte sich auf den Inhalt eines zerschrammten Pappkoffers. Das Geschenk einer Fotolaborausrüstung des Fotografen Herbert Bents – es sei an seine Bilder im letzten Rundbrief erinnert – für unsere Moskauer Partnerschule wurde nach langen Erklärungen akzeptiert. Der Inhalt dicker Kuverts mußte nicht nachgezählt werden: 10 000 Euro Nothilfe „Ärzte für Ärzte“, über 5000 Euro Beihilfe für die Realisierung einer wichtigen Zusammenkunft russischer Kinderonkologen in Minsk, wo die Weiterführung unseres Therapieprogramms für Kinder mit akuter lymphoblastischer Leukämie beraten wird, 300 Euro für zwei Patienten, über die noch zu reden ist. Die in allen Gepäckstücken verteilten kostbaren Medikamente wurden keines Blickes gewürdigt.
In der Menschenmenge hinter der Zollbarriere wurden wir sofort erkannt. Sascha alias Prof. Dr. Alexander Isaakowitsch Karatschunski brachte uns zum Hotel. Die lange Wegstrecke war gut für einen ausführlichen Bericht über alle Probleme, derentwegen wir nach Moskau gekommen waren.
Der folgende Tag begann mit einer Tragödie. Wir waren schon frühmorgens im Republiks-Kinderkrankenhaus. Eine ältere Frau wurde mit ihrer Enkelin in Saschas Büro gebracht. Die Kleidung der Frau verriet ländliche Armut, das kreideweiße Kindergesicht war voller blau-violetter Flecken. Ein schüchternes Lächeln in unsere Richtung. Die Frau war gekommen, um vom Professor die Unterschrift zur Entlassung der Patientin zu bekommen. Die Eltern könnten die Aufenthaltskosten der Großeltern im teuren Moskau nicht mehr bezahlen. Das Kind könne doch im heimatlichen Krankenhaus weiter behandelt werden.
Sascha verweigerte die Unterschrift. Die Entscheidung der Eltern nannte er ein Todesurteil, denn nirgendwo sonst in Russland sei diesem Kind zu helfen. Sascha redete, der Großvater war inzwischen dazu gekommen, den alten Leuten streng ins Gewissen. Ratlose Gesichter, das Kind lächelte und verstand hoffentlich nichts von dem, worüber verhandelt wurde.
Wir ließen die alten Leute mit ihrer Entscheidung über Leben und Tod allein.
Man erwartete uns auf der Baustelle. Auf den ersten Blick wirkte alles nach wie vor unfertig. Wände und Decken noch nicht verkleidet. Die von uns gelieferten Kunststoffrollen, Belag für Böden und Wände, lagen herum. Einen Lichtblick bot immerhin die schon installierte Technik: Wir hatten vor zwei Monaten in Österreich ein Klimagerät und das dazu gehörende Röhrensystem gekauft. So kann die gesamte neue Abteilung für Onkologie und Hämatologie mit keimfreier Luft versorgt werden.
Wir gesellten uns zu einer Gruppe inmitten der Baugeräte. Professor Rumantzev, Direktor des Staatlichen Instituts für Kinderhämatologie, Friedrich Langenbach, mit dem wir vor einem Jahr den Vertrag über 400 000 DM zur Errichtung des Kinderkrebs-Zentrums unterzeichnet hatten, Frauke Hartmann von der deutschen Botschaft, Lina Selowjewna von der Russisch-Orthodoxen Kirche und die für Bauplanung und Kommunikation zuständige Elena Riabukhina.
Man begrüsste sich und kam gleich zur Sache. Im November 2001 sollte schon alles fertig sein. Wir wurden von Herrn Langenbach Monat für Monat vertröstet. Als ein in Moskau als Universitätsdozent wirkendes KONTAKTE-Vereinsmitglied im Februar mit Herrn Langenbach diskutierte, war von Mitte April die Rede. Aber jetzt fehlen noch die Sanitäreinrichtungen für 30 Krankenzimmer. Und wer bezahlt das?
Vor einem Monat schickte ich auf die Nachricht hin, dass wegen ausbleibender Löhne die Bauarbeiter streikten, zusätzlich 1000 Euro als Lohnbeihilfe. Wer zahlt die Löhne für die restlichen Arbeiten? Herr Langenbach mußte sich kritische Fragen gefallen lassen. Doch seine Schweizer Firma ist zur Zeit insolvent, er vertröstete uns mit den erwarteten Zahlungen amerikanischer Geschäftspartner.
An dieser Stelle bin ich allen Spenderinnen und Spendern eine Erklärung schuldig. Nein, die von uns eingesetzten rund 210 000 Euro sind von unserem Schweizer Vertragspartner nicht veruntreut. Die bisher erbrachten Leistungen entsprechen unserer Zuwendung. Ein Problem ist vielmehr, das uns bei Vertragsabschluß versprochen wurde, den viel höheren Fehlbedarf zu schenken. Herr Langenbach wollte als Mäzen die Restkosten übernehmen.
Was tun? Ich habe gefordert, dass die beauftragte Firma „Richter-Bau GmbH“ bis zum Juni des Jahres alles fertig zu stellen habe. Herr Langenbach meinte, das sei zu schaffen. Wie, mit welchem Geld? Darauf gab Lina Selowjewna eine Antwort. Lina ist eine Ausnahmeerscheinung in der patriarchalischen Kirche Rußlands. Mit anderen Frauen zusammen ruft sie über das Internet zu Spenden auf für die tausend Patienten des Republiks-Kinderkrankenhauses. Neben KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. gibt sie die wirksamste Hilfe für die Patienten unserer Moskauer Partnerärzte. Ihre Frage nach den Patienten, die wegen der verzögerten Baumaßnahmen gestorben seien, fand keine Antwort. Die Begegnung mit Lina lässt urchristliche Menschenliebe, ihre Klugheit und Tatkraft erkennen. Sie wird die nächsten Bauarbeiterlöhne bezahlen.
Von der Baustelle zu Saschas alter Station. Im großen Raum mit dem Fernseher, wo früher Eltern, Babuschkas und Kinder mit Atemschutzbinden zusammen saßen, stapeln sich zerschlissene Polstermöbel. Die gute Seele der Station, Lubow Denissowa, verteilte mit dem Scheuerlappen Desinfektionslösung über das rissige Linoleum.

Patienten brauchen mehr als nur medizinische Zuwendung.
Die Ärztinnen, Ärzte und Krankenschwestern halten den Betrieb aufrecht, so gut es irgendwie geht. Doch der allgemeine Verfall ist erkennbar.
Sascha hatte uns zuvor gebeten, etwas Geld für zwei Mütter mit zu nehmen. Wir werden Olga Wjasnikowa und ihrem vierjährigen Kostja vorgestellt. Sie kamen im November letzten Jahres aus dem weit entfernten Krasnojarsk zum Republiks-Kinderkrankenhaus. Kostjas Krankheit heißt „ALL-high risk“. Das ist eine besonders gefährliche Form der Leukämie mit drohendem Rückfall. Eine extrem hoch dosierte Chemotherapie ist nötig. Der lange Krankenhausaufenthalt hat Olgas Budget restlos erschöpft. Sie ist Alleinerziehende von zwei Kindern. Das Zimmer in der billigsten Moskauer Pension kostet monatlich 55 Euro. Das kann sie nicht mehr bezahlen. Wir übergaben ihr 200 Euro. Wie dankbar sie ist. Wir kamen in ein weiteres Krankenzimmer. Hier liegt der neunjährige Anton. Seine Mutter Natalia Melnikowa erhielt von uns 100 Euro zum Kauf eines Stützkorsetts für Anton.
Die russische Krankenversicherung wird aus unsicheren Quellen gespeist. Das Gesetz, allen Bürgerinnen und Bürgern die kostenlose Behandlung in den staatlichen Krankenhäusern zu gewähren, wird durch die Finanznöte der Kliniken durchlöchert. Gott sei Dank müssen wir in immer geringerem Maße die teuren Mittel für die Chemotherapie aufbringen. Da hat sich einiges gebessert.
Aber immer wieder müssen – wie im Falle Antons – auch bescheidene Summen für Notfälle verwendet werden, die aus unerfindlichen Gründen von der Krankenkasse verweigert werden. Bescheiden klingen auch die Produktnamen, für die das meiste Spendengeld verwendet wird: Sterile Einweghandschuhe, steriles Pflaster der Firma Beiersdorf, Plastikleitungen für unsere Infusomaten, die wir vor fünf Jahren kauften. (Zum Einsatz in der neuen Station müssen allerdings neue Geräte her, die alten funktionieren nicht mehr so recht.) Auch die jetzt auf den Weg nach Moskau gebrachten Katheter sind immens wichtig zum Überleben der krebskranken Kinder.
Sascha betont immer, dass die meisten leukämiekranken Kinder in Rußland nicht an der Krankheit selbst sterben, sondern an Infektionen. Das geschwächte Immunsystem der Kinder ist die Ursache vieler Todesfälle. Katheterpflege sei das A und O der Therapie, paukt er den Krankenschwestern ein. Deshalb liefern wir alles Nötige für die Hygiene.
Montag, 15. April.
Aus meinem Tagebuch:
Es ist immer noch Montag. Die Stunden im Republiks-Kinderkrankenhaus wiegen schwer wie ein ganzes Jahr. Das Erlebte und die Empfindungen heben das Zeitgefühl auf. Wir fahren zur anderen Partnerstation. Schon das Äußere der Morosow-Kinderklinik ist der absolute Gegensatz zum Republiks-Kinderkrankenhaus. Dort ist der Betonklotz mit der bröckelnden Mosaikfassade äußerlich nicht von einer Fabrik zu unterscheiden, hier gleichen die teilweise restaurierten Pavillions dem heimatlichen Rudolf-Virchow-Klinikum.
Morosow war ein reicher Fabrikant der Zarenzeit, der das nach ihm benannte Krankenhaus den Kindern armer Moskauer Eltern widmete. Wir stehen vor dem Haus, das Dank unseres Zuspruchs vor etwa sechs Jahren in kurzer Bauzeit wie Phönix aus der Asche erstand. Frühlingsblumen davor, gepflegte Wege führen zum Eingang. Andrej Timakow erwartet uns. Seinen Doktortitel erwarb er einst im Rudolf-Virchow-Klinikum. Danach wurde er Chef einer Station, die damals noch trostloser wirkte als Saschas alte Station, aus der wir gerade kommen.
Jetzt ist Andrej stolz auf das Erreichte und glücklicher Chef des wohl modernsten Kinderkrebs-Zentrums Rußlands. Ortsbesichtigung. An den Wänden die russischen Märchenbilder des Berliner Kunstmalers Bernd Krüerke. In allen Räumen „westlicher Standard“. Modernste Technik, strahlende Sauberkeit.
Nur noch Weniges ist den Spenden aus Deutschland zu verdanken. Unsere Hilfe zur Selbsthilfe findet hier ihren besten Ausdruck. Und doch können wir uns noch nicht endgültig verabschieden. Wenn auch in geringerem Maße, so müssen auch hierher die in Rußland nicht verfügbaren Einweg-Materialien, also auch Plastikhandschuhe und Pflaster, geliefert werden. Und die Nothilfe „Ärzte für Ärzte“ wird vom chronisch unterbezahlten Personal dankbar angenommen. Die Monatsgehälter sind zwar durchschnittlich auf umgerechnet 200 Euro gestiegen, aber auch die Lebenshaltungskosten haben sich erhöht.
Dienstag, 16. April.
Diesen Tag verbrachten wir zusammen mit dem Schuldirektor Alexander Tubelski und seinen Lehrerinnen in der Schule der Selbstbestimmung. Von fröhlicher Kinderschar umgeben, besprachen wir unsere Schulprojekte und pädagogische Probleme in weit entspannterer Gemütslage als den Tag zuvor. Nebenher konnte ich die Fortschritte des Deutschunterrichts an einem der Schüler feststellen, es war der 14jährige Gleb Karatschunski, Saschas Sohn. Von diesem Tage möchte ich nur berichten, was sich auf unsere Partnerschaft für leukämiekranke Kinder bezieht: Stellen Sie sich mal die kahlen Wände im Kinderkrebs-Zentrum vor. Die Flächen sind allzu weiträumig, als dass ich Bernd Krüerke um neue Bilder bitten könnte. Statt dessen bieten sich die Schülerinnen und Schüler an, deren Aquarelle und farbige Zeichnungen überall in der Schule der Selbstbestimmung leuchten. Die munteren, kunstsinnigen Kinder und Jugendlichen in dieser bemerkenswerten, von Lehrern, Schülern und Eltern in demokratischer Selbstverwaltung bestimmten Schule werden aus Solidarität mit ihren todkranken Altersgenossen im Republiks-Kinderkrankenhaus Bilder malen. Und nicht nur dies: Die Kinder boten sich an, zur Einweihungsfeier mit einer Folklore- und Gesangsgruppe ins Krankenhaus zu kommen. Ich stelle mir die Freude vor, die das den Patienten und deren Eltern und Ärzten machen wird.
Ein alter Bekannter holte uns nachmittags von der Schule ab. Boris Ermakov sitzt meist zu Hause an seiner Habilitationsschrift. Zuvor leitete er die Abt. für Knochenmark-Transplantation bei Andrej Timakov. Jetzt wartet er auf den Aufbau der Abteilung für „Solide Tumore“, deren Leitung er übernehmen soll.
Doch er wird lange warten müssen. Denn auch für diesen Bau wurde Herr Langenbach unter Vertrag genommen. In diesem Fall hatte Professor Rumantzev den Vertrag mit ihm unterschrieben und 200 000 Dollar aus dem Spendentopf von Lina Silownewna bereits gezahlt. Hoffen wir, dass die Firma „Richter-Bau“, die immerhin schon mal das russische Regierungskrankenhaus saniert hatte, bald aus der Krise herausfindet.
Boris Ermakov ist Kinderarzt und zugleich ein ambitionierter, ungeduldiger Wissenschaftler mit Plänen und Vorschlägen für die Entwicklung der Kinderonkologie. Unser langes Gespräch kann hier aus Platzgründen nicht nachvollzogen werden. Wir haben viel über die von uns geförderte multizentrische Therapiestudie „Moskau-Berlin-Protokoll“ gesprochen, an der sich jetzt schon 20 Zentren für Hämatologie und Onkologie in ganz Rußland und Weißrußland beteiligen. 300 Kinder mit akuter Leukämie sollen jetzt jährlich nach dieser MB-Therapie behandelt und die Behandlungsverläufe und Ergebnisse miteinander verglichen werden. Allen interessierten Ärzten und Laien schicke ich gerne die Auswertung jener Tagung der 20 Zentren in Minsk zu, die am 29. April beginnt und deren Ergebnisse auch für unsere Partnerschaft von Bedeutung sein wird.
Mittwoch, 17. April.
Am Tag vor unserer Abreise waren wir im Hause von „Memorial“. Das ist eine bedeutende russische Menschenrechtsbewegung. Wir waren dort wegen unserer Vereinsprojekte, die der Geschichtsaufklärung im Jugendbereich dienen. Wer sich dafür interessiert, kann von uns Informationsmaterial bekommen. Hier will ich nur eine Begegnung erwähnen, die für alle Spenderinnen und Spender eine wichtig Information enthält.
Unser oft erwähnter Sascha verlor wegen seiner Professur die Leitung des Zentrums für Onkologie und Hämatologie im Republiks-Kinderkrankenhaus und dient jetzt dort und in anderen Bereichen als wissenschaftlicher Berater. Weil dieses von ihm mit unserer Hilfe gegründete Zentrum „sein Kind“ ist, hängt er mit großer Emotion am alten Arbeitsplatz und kümmert sich noch um die Belange der Station. Aber er mußte wegen seiner wissenschaftlichen Arbeit und der Lehrtätigkeit die Leitung abgeben.
Nun endlich trafen wir den neuen Leiter, der unseretwegen seinen Urlaub unterbrach. Man nennt ihn nur Dima. Sein ausführlicher Name: Dr. med. Dmitrij Vitalewitsch Litwinow. Er wurde 1970 in Kasachstan geboren und kam mit den Eltern als Fünfjähriger nach Moskau. Beide Eltern und auch die Großeltern waren Ärzte. Für Dima kam nie ein anderer Beruf in Frage. Sein Medizinstudium absolvierte er mit einem glänzenden Abschluß, er wurde Allgemeinmediziner und spezialisierte sich dann auf Immunologie und Hämatologie. In diesem Bereich begann er seine ärztliche Arbeit am Republiks-Kinderkrankenhaus. Schon 1995 übernahm er dort die Leitung einer Station.
Nun ist er also zum Chef unserer Partnerstation berufen geworden und muß sich unseren Fragen stellen. Dass er beruflich noch viel zu lernen hat, beunruhigt uns nicht. Denn er hat ja Sascha an seiner Seite. Seine ruhige Wesensart, die sachlichen Antworten gefallen uns. Er war mächtig stolz darauf, uns schon was vorweisen zu können: Es ist ihm gelungen, von einem reichen Russen 10 000 Dollar für den Erwerb eines Abluftgerätes zu bekommen, das wir schon lange auf unserer Einkaufsliste hatten. Nun können endlich die Krankenschwestern ohne gesundheitliche Gefährdung Chemikalien, die sogenannte Zytostatika, aufziehen. Auch hier wird ein erster Ansatz von Hilfe zur Selbsthilfe sichtbar. Es wird noch eine Weile dauern, bis unsere Hilfe überflüssig wird. Bis dahin hoffen wir zugunsten der krebskranken Kinder auf andauernde Unterstützung.
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Liebe Leserin, lieber Leser,
drei Tage nur waren wir in Moskau. Ein Literat könnte Bände mit unseren Erlebnissen und Eindrücken füllen, von denen hier nur Bruchteile zum Ausdruck kommen. Eines brennt mir noch auf der Zunge und muß immer wieder gesagt und geschrieben werden: Überall empfing uns warmherzige Dankbarkeit und eine Wertschätzung, die wir allein nicht verdienen. Es sind hunderte, wenn nicht tausende Spenderinnen und Spender, denen dies gleichermaßen gelten sollte. Im Namen von Sascha, Andrej, Boris, Dima, aller hier nicht genannten Ärztinnen und Krankenschwestern sowie aller Eltern krebskranker Kinder, denen wir begegneten, herzlichen Dank für die Spenden!
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