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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Famulatur in Moskau.

Über mich:

Ich bin 1987 in Kasachstan geboren, kam mit drei Jahren nach Deutschland und studiere jetzt Medizin im 8.Semster in Freiburg.

Und entschloss mich Ende 2009 zu einer Famulatur in Moskau.

Noch in Deutschland:

Über Kontakte-Kontakty und insbesondere Eberhard Radczuweit (hiermit noch ein großes Dankeschön) nahm ich Emailkontakt zu Prof. Dr. Karachunskiy auf. Mit seiner Hilfe organsierten wir eine Unterkunft in Moskau. Voller Erwartung und Spannung freute ich mich auf die Famulatur im russischen Republikskinderkrankenhaus in Moskau.

Ankunft:

Angekommen in Moskau war ich überwältigt von der enormen Größe dieser Stadt. Ich traf mich am späten Abend mit Prof. Dr. Karachunskiy direkt in der Moskauer Klinik, der mir zeigte, wo sich die einzelnen Abteilungen befinden und mich dem Leitenden Stationsarzt der Hämatologischen Abteilung Dimitri Vitalivic vorstellte. Hier verbrachte ich die nächsten 5 Wochen.

Weiter ging es ins Wohnheim, in dem ich mich von Anfang an gleich wohl fühlte. Es war ungefähr eine halbe Stunde Fußweg von der Klinik entfernt.

5 Wochen Famulatur auf der Hämatologischen Station Nr.2

Punkt 9 Uhr begann mein Arbeitstag und ich durfte bei allem dabei sein, was so die Doktoren der Abteilung zu tun hatten.

Ich lernte die Stationsärzte kennen: Larissa Nikolajvna, Anastasia Evgenina, Irina Viktorvna, Natalia Igorvna und Veronika Valejrvna kennen. Sie leisten wirklich außerordentliche Arbeit und ich habe von ihnen viel gelernt während meines Aufenthaltes. Meistens begann der Tag mit Blutabnahmen, bei denen ich mithalf oder über die Schulter schaute. Danach wurde meistens gleichzeitig auf Station, in der Ambulanz und auch auf der Intensivstation gearbeitet. Wir untersuchten Kinder, halfen bei Beschwerden, führten die Therapien durch, kümmerten uns um die ambulanten Kinder und schauten nach den kleinen Patienten, die auf der Intensivstation lagen.

Inna Schäfer mit Patientem

Ich mit einem kleinen Patienten.

Zum Tagesablauf gehörten auch verschieden Diagnostische Tätigkeiten, es wurde täglich mit Hilfe eines Anästhesisten Lumbalpunktionen, Knochenmarkpunktionen und Katheterisierungen von zentralen Venen durchgeführt.

Die Station besitzt 12 Zimmer, in denen bis zu zwei Kinder und deren Mütter Platz finden. Die Mütter sind in den kompletten Tagesablauf der Klinik involviert und müssen kräftig mitarbeiten, indem sie die Zimmer und die Stationen sauber halten und den Therapieplan ihrer Kinder wissen. Die Kinder auf Station werden täglich von deren zuständigen Ärzten untersucht, versorgt und therapiert.

Die Ambulanz besitzt zwei Zimmer, die sich die vielen Patienten täglich teilen müssen. Hier erhalten die Kinder ihre nötigen Behandlungen, wie z.B. körperliche Untersuchungen, Transfusionen von Blutbestandteilen und etc., Chemotherapien, Medikamente und notwendige Kontrollen (z.B. Blutabnahmen, Lumbalpunktionen, Knochenmarkpunktionen).

Manchmal kam Dr. Kosta auf Station und erheiterte die Kinder

Der Abschied:

Der Abschied viel mir wirklich schwer. Ich fühlte mich zu jeder Zeit gut aufgehoben und freute mich täglich auf die Klinik. Die Ärztinnen und Kinder sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich fühlte mich außerordentlich wohl in deren Mitte. Kein Tag war wie der andere und mein Klinikaufenthalt bleibt mir in sehr guter Erinnerung.

Inna Schäfer

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