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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Briefe und Bilder aus unserer Partnerklinik in Tscheljabinsk.

Im Juni 2010 war Alexander Karachunskiy auf Visite in unserer Partnerklinik im westsibirischen Tscheljabinsk am Ural. In den 50er Jahren geschah dort in der Nähe ein Atomunfall, bei dem nach Expertenmeinung mehr Radioaktivität freigesetzt wurde als später in Tschernobyl. Die Umweltbelastung durch Schwerindustrie machen auch heute noch das Gebiet nach unseren Maßstäben zu einem ökologischen Katastrophengebiet. Inwieweit die uns berichteten Erkrankungen darin eine Ursache haben, ist wissenschaftlich unbewiesen.

Bild von Marina Jakowlewna Makarowa

Marina Jakowlewna Makarowa überreicht Alexander die von den Patienten selbst gefertigten Geschenke für Spender in Deutschland

Brief von Marina Jakowlewna Makarowa, Erzieherin an der Hämatologischen Kinderklinik von Tscheljabinsk

Guten Tag, liebe deutsche Ärzte,

Diesen Brief schreibt Ihnen eine Erzieherin aus der Hämatologischen Kinderklinik in Tscheljabinsk. Ich möchte Ihnen danken für Ihre Hilfe und Ihre tägliche Sorge um die Gesundheit unserer Kinder.

Wir wenden uns in den schwersten Momente im Leben an Sie mit der Bitte um Hilfe.

Sie können unsere Kinder heilen.

Wir leben in Tscheljabinsk im Südural, hier ist die Landschaft wunderschön, mit Bergen und Wäldern. Zugleich ist Tscheljabinsk ein wichtiger Industriestandort mit vielen Fabriken und einem Atomkraftwerk. Dass unsere Kinder krank sind, das ist eine Folge der Umweltverschmutzung und der schlechten medizinischen Versorgung.

Ich arbeite hier schon viele Jahre und kann nicht aufhören, die ausgezeichnete Ausbildung und die hohe Kunst unserer Ärzte und Krankenschwestern zu bewundern. Das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite steht der Kampf um das Leben unserer kleinen und großen Kinder und ihrer Mütter.

Liebe Freunde und Kollegen aus dem fernen Deutschland, bitte helfen Sie unseren kranken Kindern. Ihre Güte wird doppelt und dreifach zu ihnen zurückkommen, zu Ihnen, Ihren Familien und Ihren Kindern.

In Liebe und Dankbarkeit,

Marina Jakowlewna Makarowa, Juni 2010

Swetlana Karabanowa, 16 Jahre alt (Foto: Karachunskiy)

Brief von Swetlana Karabanowa

Ich heiße Swetlana Sergejewna Karabanowa und bin 16 Jahre alt. Ich lebe in Tscheljabinsk und gehe dort in die Schule. Ich habe verschiedene Hobbys: Perlenstickerei, Töpfern, Sport – Laufen und Hochsprung. Aber jetzt kann ich nicht in die Schule gehen, weil ich krank bin.

2009 ist mir etwas Furchtbares zugestoßen, ich bin krank geworden. Mein Knochenmark hat versagt. Ich brauche jede Woche Spenden-Trombozyten. Die Ärzte konnten keine genaue Diagnose stellen. Meine Diagnose ist Fanconi- Anämie oder Aplastische Anämie.

Ich möchte so gern wieder gesund werden. Ich weiß jetzt nicht, was mir bevorsteht, aber ich wünsche mir sehr, dass die Ärzte alle tun, was in ihren Möglichkeiten steht, neue Medikamente finden, damit ich wieder ganz gesund werden und ein normales Leben führen kann.

Ich habe außerdem einen Traum, schon seitdem ich ein Kind bin: Ich möchte gerne reisen.

Wenn Sie können, antworten Sie mir bitte. Meine Adresse: 454090 Tscheljabinsk (…)

In der Hoffnung auf einen Brief von Ihnen,

mit freundlichen Grüßen,

Swetlana Karabanowa

Die vollständige Adresse verraten wir denen, die Sweta helfen wollen …

Gruppenaufnahme des Teams von Ärztinnen und Krankenschwestern des onko-hämatologischen Zentrums in Tscheljabinsk. (Jelena J. Schatalowa 1. Reihe links), der Arzt Sergej G. Kowalenko ist der einzige männliche Mitarbeiter auf der Station. (Foto: Karachunskiy)

Ein Lob den Ärztinnen und Krankenschwestern

Ich, Julia Anatoljewna Polischwajko, die Mutter von Anton Schanskij, sieben Jahre, und unsere ganze Familie haben wegen der Krankheit unseres Sohnes einen schweren psychologischen Schock erlitten, als er in die hämatologische Abteilung der Tscheljabinsker Klinik musste. Nun möchten wir unseren herzlichen Dank aussprechen, wenn man unsere Dankbarkeit überhaupt in Worten ausdrücken kann, und zwar dem Ärzteteam und den Schwestern des hämatologischen Zentrums in Tscheljabinsk. Natürlich möchten wir vor allem der behandelnden Ärztin Jelena Jurewna Schatalowa danken, für Ihre Aufmerksamkeit, Kompetenz und Güte, und der Leitenden Ärztin Jelena Valerjewna Bascharowa, die mit großem Können und sehr professionell die Abteilung leitet.

Das ganze Klinikpersonal hat sich sehr um uns gekümmert und es uns ermöglicht, dass wir zu uns kommen und die richtigen Schritte unternehmen konnten, um unser gemeinsames Ziel zu erreichen: dass unser Sohn wieder gesund wird. Sie unterstützen uns aber auch in psychologischer und moralischer Hinsicht, denn vor uns liegt noch eine langwierige Behandlung. Unsere ganze Familie dankt Ihnen vielmals.

J. A. Polischwajko

(Ihr Sohn Anton Schanskij wird unterstützt von der russischen Stiftung „Schenke Leben“)

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