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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Es mangelt an fast allem.

Ein Bericht aus dem Republiks-Kinderkrankenhaus in Moskau.

Von Natalja Klebanowa.

Ich bin Ärztin und arbeite seit 1991 auf der Station von Alexander Karatschunski.

Als diese Station gegründet wurde, war es schwer, aber alle hofften, daß es mit der Zeit besser werden würde. Stattdessen gab es nur noch schlechtere Zeiten, das Krankenhaus konnte uns keine normalen Arbeitsmöglichkeiten gewährleisten.

Ständig fehlt es an Blutkonserven, periodisch kommt es zu Unregelmäßigkeiten mit Spritzen, Lösungen, Sterilmaterial. Gehalt (600 000 bis 700 000 Rubel, das sind 200 bis 300 DM) zahlt man uns zwei bis drei Mal im Jahr. An sechs Tagen in der Woche arbeiten wir 12 bis 14 Stunden.

Da wir nicht genug Schwestern haben, müssen wir oft auch noch Schwesternarbeit leisten. Putzfrauen haben wir überhaupt keine. Die Eltern unserer kranken Kinder halten die Station sauber.

Im Ärztezimmer können sich nicht mehr als drei Personen aufhalten, für die anderen ist einfach kein Platz da. In diesem Zimmer ziehen sich die Ärzte um, sie arbeiten, denken über die Schwerkranken nach, beraten die Patienten, sprechen mit den Eltern, ruhen sich aus und schlafen auch manchmal, wenn sie Nachtdienst haben. Und das alles auf 14 m2.

Trotzdem arbeiten wir, und wir hoffen sehr, daß unsere Station mit Ihrer Hilfe weiterbestehen kann.

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