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KONTAKTE-KOHTAKTbI
Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.
Mehrere Medizinstudierende aus Deutschland konnten bisher in der Abteilung für Onkologie und Hämatologie am Russischen Republiks-Kinderkrankenhaus (RDKB) in Moskau – vermittelt durch KONTAKTE-KOHTAKTbI – hospitieren bzw. famulieren.
Zur Zeit ist dort die Studentin Inna Serdiuk aus Frankfurt am Main. Am 26. September 2003 schickte sie uns den folgenden Bericht:
„Meine Famulatur dauert schon 3 Wochen und es gefällt mir hier in Moskau und natürlich im RDKB sehr gut. Meine Kollegen in der Abteilung sind alle sehr nett und freundlich. Je länger ich hier arbeite, desto mehr sehe ich, welcher Belastung die Ärzte in einem russischen Krankenhaus und insbesondere in dieser Abteilung, ausgesetzt sind.
Es ist nicht nur, dass die Kinder schwer krank sind und ständig ärztliche Beobachtung brauchen. Es sind auch die vielen Gänge und Bitten durch alle anderen Abteilungen hindurch: im Labor die Bitte um neue Gläser für Blutpräparate, in der allgemeinen Hämatologie die Bitte um Gläser für Blut oder für Pflaster, Gänge zum Ultraschall, EKG, Chirurgie entweder um andere ärzte zu beraten oder um die Kinder aus der eigenen Abteilung für bestimmte Untersuchungen anzumelden (man kann nicht einfach nur anrufen und fragen).
Und dann, natürlich, für den Chefarzt Litvnov die Gänge zur Krankenhaus-Apotheke – wo sie oft sagen, dass bestimmte Antibiotika oder andere Präparate nicht da sind.
Letzte Woche musste auch noch der Kammerjäger bestellt werden, weil in der Abteilung Kakerlaken gesichtet worden sind!
Diese Tätigkeiten schlauchen sehr, es bleibt kaum Zeit für andere Dinge. Heute z.B. war für alle stationären Patienten nur eine Stationsärztin da, weil mehrere unglücklicherweise im Urlaub und zwei schwanger sind.“
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