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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Wladiwostok.

Region Primorje:

Die Region Primorje.

Die Region Primorje ist das äußerste südöstliche Grenzland Russlands. Sie liegt im südlichsten Teil des Fernen Ostens am Japanischen Meer. Die Gesamtfläche der Region beträgt 165 900 km2. Das ist 1 Prozent (genau 0,97 Prozent) der Gesamtfläche der Russischen Föderation. Die Entfernung zwischen dem nördlichsten und dem südlichsten Punkt beträgt genau 900 km, zwischen dem westlichsten und dem östlichsten Punkt 430 km.

Die Region Primorje ist seit dem 20. September 1938 eine administrative Einheit der Russischen Föderation. Im Süden und Osten umspült sie das Japanische Meer, im Norden grenzt sie an die Region Chabarowsk, im Westen an China und Nordkorea.

Die klimatischen Bedingungen der Region werden von ihrer geografischen Lage bestimmt – am Zusammenstoß Eurasiens mit dem Stillen Ozean. Im Winter herrschen kalte kontinentale Luftmassen, im Sommer kühle ozeanische. Dabei hat besonders im Küstenbereich das Passatklima eine mildernde Wirkung.

Die Naturschätze der Region sind reich und vielfältig. Das ist eins ihrer wichtigsten Merkmale. Von gesamtstaatlicher, regionaler und lokaler Bedeutung sind: Rohstoffe für die Chemie und die Buntmetallurgie (Vorkommen an zinn-, zink- und bleihaltigen sowie borhaltigen Erzen, Wolfram, Gold, Silber, Fluorit u. a.). Es gibt Stein- und Braunkohle, Torf, Feldspat, Naturbaustoffe, Edel- und Halbedelsteine.

Außerdem wurden in der Region mehr als 100 Mineralquellen entdeckt. Die bekanntesten – Schmakowskoje, Lastotschka, Amgu, Tschistowodnoje und Gornowodnoje – sind beliebte Urlaubs- und Erholungsorte für die Einwohner des russischen Fernen Ostens.

In der Region sind mehr als 90 Nationalitäten registriert. Die Mehrheit der Bevölkerung sind Russen. In den ländlichen Gegenden gibt es außerdem einen hohen Anteil an Ukrainern und Belorussen, in den Städten Deutsche, Tataren, Juden, Koreaner. Die Gruppen der Kasachen, Tadshiken, Georgier und Aserbaidshaner nehmen schnell zu.

Der Anteil der Ureinwohner des Fernen Ostens, die den tungusisch-mandschurischen und paläoasiatischen Volksgruppen angehören (Nanaier, Udege, Oroken, Ewenen und andere) beträgt weniger als 1 Prozent der Gesamtbevölkerung der Region.

Wladiwostok.

Wladiwostok ist die größte Stadt der Region Primorje und überhaupt des russischen Fernen Ostens. Sie ist der größte Hafen Russlands am Stillen Ozean und wurde 1860 am Goldenen Horn des Japanischen Meeres gegründet. Wladiwostok ist ein russisches Wort und bedeutet „Beherrsche den Osten“. Die Stadt hat 648 000 Einwohner.

Die Stadt ist Industrie-, Verkehrs-, Wissenschafts- und Kulturzentrum, Endstation der Transsibirischen Eisenbahn, eine befestigte Luftfahrt- und Marinebasis.

Es gibt einen Flughafen, Satellitenfunk, die 1923 gegründete Universität, Technische Hochschulen, die fernöstliche Zweigstelle der Akademie der Wissenschaften der Russischen Föderation, Forschungsinstitute, eine Philharmonie, vier Theater, Museen, ein Fernsehzentrum, erdölverarbeitende Industrie, ein Wärmekraftwerk, eine Werft, ein polygrafisches Kombinat, holzverarbeitende Industrie, Möbelherstellung, Fischfangflotte und fischverarbeitende Industrie.

Im Unterschied von anderen Großstädten des Fernen Ostens hat der Status als größter Hafen Russlands an seiner Ostküste Wladiwostok zum führenden Kulturzentrum erhoben, und der Bau der Transsibirischen Eisenbahn übte entscheidenden Einfluss auf das Entwicklungstempo der Stadt- und Regionalkultur aus.

Wladiwostok ist das Zentrum der Geschichte des Primorje. Es gibt mehr als 200 Denkmäler. Im architektonischen Stadtbild mischen sich Altes und Neues. Gebäude aus dem 19. Jahrhundert und aus der Zeit der Jahrhundertwende stehen neben solchen vom Ende des 20. Jahrhunderts.

Gesamtrussische Bedeutung hat die Kurortzone der Stadt. Hier liegen die besten Sanatorien Sibiriens und des Fernen Ostens.

Das Städtische Kinderkrankenhaus Wladiwostok (Munizipale Einrichtung des Gesundheitswesens – Wladiwostok).

Chefarzt ist Sergej Nikolajewitsch Senotrussow, Leiterin des Regionalen Zentrums für Kinderonkologie-Hämatologie Dr. Ludmilla Michailowna Minkina.

Das Kinderkrankenhaus Wladiwostok besteht seit Mai 1971, mit der Eröffnung einer neurologischen Abteilung mit 30 Betten. In der Folge wurden chirurgische und therapeutische Fachabteilungen sowie Hilfsdienste eingerichtet und ein Ärztestamm formiert.

Die Einrichtung und Entwicklung des Kinderkrankenhauses verlief in mehreren Richtungen. Diese unterstützten die therapeutisch-diagnostische und prophylaktische Hilfe für die Kinder der Stadt und der Region, entwickelten und konzentrierten gleichzeitig hochtechnologische und teure Arten medizinischer Hilfe und schufen eine Ausbildungsstätte für pädriatische Kader.

Jährlich werden bis zu 10 000 Kinder und Jugendliche im Kinderkrankenhaus behandelt. Gegenwärtig ist es so strukturiert, dass alle Arten medizinischer Hilfe für die Kinder und Jugendlichen der Stadt und der Region komplex angeboten werden.

Im Kinderkrankenhaus funktionieren: das Chirurgische Zentrum für Kinder des Fernen Ostens, das Regionalzentrum für Kinderonkologie-Hämatologie, das Urologisch-Nephritische Zentrum, das Epilepsiezentrum, das Neonatologische Zentrum, das „Asthma-Zentrum“, die Abteilung Funktionsdiagnostik, das Klinisch-Diagnostische Laboratorium, die Abteilung Reanimation, die Abteilung Hyperbar-Oxigenase, der Bluttransfusionsdienst.

Das Kinderkrankenhaus ist auf 500 Betten berechnet: 200 chirurgische, 100 für Neugeborene, 130 pulmonologische und neurologische sowie 60 Betten im Regionalzentrum für Kinderonkologie-Hämatologie.

Am Kinderkrankenhaus arbeiten fünf Lehrstühle der staatlichen medizinischen Universität Wladiwostok. Die Ärzte leisten aktive wissenschaftliche Arbeit. Das ist das Fundament für Wachstum und Weiterentwicklung dieser medizinischen Einrichtung, deren Patienten nicht nur in der Stadt, sondern in der ganzen Region wohnen.

Das Regionalzentrum für Kinderonkologie-Hämatologie.

Das Regionalzentrum entstand 1992 auf der Basis des städtischen Kinderkrankenhauses. Die Verordnung über das Zentrum wurde im September 1994 von den leitenden Organen des Gesundheitswesens der Region Primorje und der Stadt Wladiwostok bestätigt.

Seine Hilfeleistung erstreckt sich über Wladiwostok und das Primorje mit einem Radius von 500 km. Von 1991 bis 2004 wurden ungefähr 600 Kinder mit onkologischen Erkrankungen behandelt. Etwa 60 Prozent davon befinden sich in Remission.

Im Regionalzentrum für Kinderonkologie-Hämatologie wurden zwei Abteilungen gebildet: die onkologische und die hämatologische. Es besteht eine Ambulanz für die Aufnahme von Onkologie- und Hämatologiepatienten sowie eine Wachstation für Intensivtherapie.

In der onkologischen Abteilung mit 30 Betten werden Kinder mit onkologischen Erkrankungen hospitalisiert und mit moderner Technologie unter Anwendung einer kombinierten Therapie, von zytostatischen Präparaten und Bestrahlung, behandelt.

In der Wachstation für Intensivtherapie wird den Kranken nach Durchführung der spezialisierten Behandlung Hilfe rund um die Uhr erwiesen. Hier befinden sich auch Patienten, die ständige Sondermaßnahmen und Monitoring brauchen.

In die hämatologische Abteilung mit ebenfalls 30 Betten kommen Kinder mit Störungen des Systems der Hämostase: Hämophilie, Thrombozytopenie, Thrombozytopathie sowie Kranke mit schweren Formen der Anämie und Depressionen des Blutkreislaufs. Die Anwendung moderner Behandlungsmethoden bringt gute Ergebnisse, die zu dauernder Remission führen. Rund um die Uhr wird außerordentliche medizinische Hilfe geleistet.

In der Ambulanz für die Aufnahme von Onkologie- und Hämatologiepatienten werden Konsultationen, Behandlungen und dispensäre Beobachtungen von Kindern mit onkologischen und hämatologischen Erkrankungen durchgeführt, die in der Region Primorje und in Wladiwostok wohnen. Es wird ein Krebsregister von Patienten bis zu 18 Jahren mit Onkologie, Blutkrankheiten und Erkrankungen des Immunsystems geschaffen.

Im Regionalzentrum gibt es Möglichkeiten für eine erweiterte Diagnostik unter Anwendung moderner Technologien: Computertomografie, Magnetresonanztomografie, Untersuchung der klinischen und biochemischen Blutparameter bei Nutzung moderner Ausrüstungen, zytologische und morphologische Untersuchungen.

Die onkologische Erkrankungshäufigkeit bei Kindern im Primorje und in Wladiwostok beträgt 10 bis 12 auf 100 000 Kinder. Jährlich werden in der Region Primorje bis zu 60 onkologische Erkrankungen, einschließlich Hirntumore, registriert.

Das Zentrum hat die Entstehungshäufigkeit bösartiger Geschwülste bei Kindern untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass Hämoblastosen den ersten Platz einnehmen (51,2 Prozent), unter den Hämoblastosen die Akute Lymphoblastische Leukose (38,7 Prozent). Seit 1991 wurden etwa 200 Kinder mit akuten Leukosen beobachtet.

Das Zentrum arbeitet eng mit den Lehrstühlen für Kinderkrankheiten und Kinderchirurgie der Medizinischen Universität Wladiwostok sowie mit den profilierten Kliniken der Russischen Föderation und der GUS-Staaten zusammen. Die Mitarbeiter praktizieren an russischen Kliniken und vervollkommnen ihre beruflichen Fähigkeiten.

Unter Nutzung der Erfahrungen führender Kliniken in Russland und im Ausland wurde psychologische Hilfe für die Kinder und ihre Eltern organisiert: ein qualifizierter ärztlicher Psychotherapeut ist tätig und ein Künstler hat ein Atelier für Art-Therapie eröffnet.

Um einen positiven Heilungseffekt zu erreichen, wird eine komplexe Rehabilitation bei Nutzung der örtlichen Kurbehandlungen durchgeführt. Zur Verbesserung dieser Arbeit wurde mit dem Bau des Rehabilitationszentrums Wladiwostok im Rayon Sedanka begonnen.

In der Arbeit des Zentrums gibt es folgende Probleme: unzureichende Versorgung mit Medikamenten und Verbrauchsmaterialien, Mangel an Reagenzien zur Durchführung von medizinischen und Laboruntersuchungen, Fehlen von Immunphänotypen und Immunhistochemie.

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