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KONTAKTE-KOHTAKTbI
Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.
Aus dem Dunkel der Jahrhunderte künden Pergamente der antiken Griechen und Ruinen uralter Siedlungen und Städte von der Geschichte des Landes am Don.
Diese gesegnete Erde war immer bewohnt: Meoten, Sarmaten, Alanen, Petschenegen, Skythen, Polowzen, Slawen, Chasaren, Kosaken, Hunnen, Mongolo-Tataren, Türken. Bunt mischten sich die Karten der Geschichte auf dem Boden, wo heute die Stadt Rostow am Don steht.
Die neuesten Forschungen haben ergeben, dass der Heilige Apostel Andreas im 1. Jahrhundert die Donniederung besuchte. Das bezeugen die griechischen Historiker Herodot und Strabo sowie die Funde christlicher Kirchen und christlicher Kultgegenstände in Tanais, in Kobjakowo und anderen Siedlungen am Unteren Don.
Schon im 7. Jahrhundert v. u. Z. ruderten die Griechen mit ihren Galeeren über das Meotische (Asowsche) Meer zum Fluss Tana und handelten mit den Barbaren. Auf dem Gebiet der heutigen Stadt Rostow am Don wurden die Siedlungen Temernizkoje, Kobjakowo, Rostowskoje und Kisiterinskoje entdeckt. Das waren Vorstädte des antiken Tanais.
Der blutgetränkte Boden, auf dem heute die Stadt Rostow am Don steht, war dem russischen Volk seit jeher heilig. Er weiß von den Feldzügen der Hunnen und der mongolo-tatarischen Khane Batu und Tamerlan.

Hier nahmen die Donkosaken jeden auf, der vor der Unterdrückung, auf der Suche nach einem freien Leben an den Don floh. Hier, auf dem „Wilden Feld“, war die freie Kosakenschar zu Hause, auf diesem Boden gaben die Kosaken ihr Leben „für Glauben, Zar und Vaterland“ und schützten den Süden Russlands vor dem Ansturm des Osmanenreichs. Hier begannen die Volksaufstände der Kosaken Stepan Rasin, Kondrati Bulawin und Jemeljan Pugatschow.
Am 15. Dezember 1749 unterzeichnete die Zarin Elisabeth Petrowna den Erlass über die Gründung einer Zollstation an der Mündung des Flusses Temernik zum Schutz des russischen Südens. Die Mündung des Temernik und der Grenzort Bogaty Kolodes gefielen auch dem Zaren Peter I. während seiner Feldzüge gegen die Türken am Asow.
1761 begann der Bau der Festung, die nach dem Rostower Metropoliten, dem Heiligen Dmitri, benannt wurde. Ende des 19. Jahrhunderts erlebte Rostow am Don einen stürmischen industriellen und wirtschaftlichen Aufschwung und genoss den Ruf des „russischen Chikago“.
Das Jahr 1917, die Oktoberrevolution und der ihr folgende brudermörderische Bürgerkrieg säten in der Stadt Hunger, Chaos und Anarchie.
1941 begann der Große Vaterländische Krieg. Mehr als die Hälfte der Rostower Gebäude wurden zerstört, etwa 40 000 friedliche Einwohner erschossen und mehr als 50 000 nach Deutschland verschleppt. Vor dem Krieg hatte Rostow 510 000 Einwohner, nach dem Krieg waren es noch 170 000 Menschen.
Rostow am Don – das Tor zum Kaukasus – ist eine große, schöne Stadt im Süden Russlands. Der Don teilt Europa und Asien. Die Stadt liegt am rechten Ufer, 46 km entfernt vom Asowschen Meer, in welches der Stille Don, unser Väterchen, mündet. Das Territorium der Stadt erstreckt sich über 348 Quadratkilometer, die Zahl der Einwohner hat eine Million überschritten.

Seit Mai 2000 ist Rostow am Don das administrative Zentrum des Südlichen Föderalkreises. Rostow ist das wissenschaftliche, kulturelle, Industrie- und Handelszentrum des Nordkaukasus. Die Stadt hat mehr als 30 Hochschulen unterschiedlichen Profils und 370 Kulturinstitutionen.
Rostow am Don ist eine Stadt der Theater: wir haben ein Schauspieltheater, eine Musikalische Komödie, ein Puppentheater, ein Theater des jungen Zuschauers, eine Philharmonie, das Akademische Sinfonieorchester, das Gesangs- und Tanzensemble der Donkosaken. In der Stadt gibt es drei Gemäldegalerien und ein Heimatmuseum, dessen unikale Exponate erfolgreich in Japan und Frankreich ausgestellt wurden.
Die hämatologische Kinderabteilung in Rostow am Don wurde 1980 auf der Basis des Gebietskinderkrankenhauses mit 40 Betten eröffnet. Zu jener Zeit wurden die Leukosen nach alten Programmen therapiert, und nach den Angaben verschiedener Jahre trat nur in 5 bis 15 Prozent der Fälle Heilung ein. Kinder mit soliden Geschwülsten erhielten in verschiedenen stationären Einrichtungen der Stadt nur chirurgische Behandlung. Die hohe Letalität der onkohämatologischen Erkrankungen diktierte die notwendige Suche nach neuen Wegen zur radikalen Heilung der Kranken.
Im Oktober 1992 wurde auf der Basis des Gebietskinderkrankenhauses mit Hilfe von „
In den vergangenen 12 Jahren wurden 1117 Kinder geheilt. Alle Ärzte haben erfolgreich in den besten Kliniken Deutschlands praktiziert.
Die Einführung moderner deutscher Technologien erbrachte hohe Heilungsergebnisse und eine langfristige Überlebensrate der onkohämatologischen Patienten. Die Remission der an Akuter Lymphoblastischer Leukose Erkrankten beträgt 96,6 Prozent, deren fünfjährige Überlebensrate 78,6 Prozent.
Die Behandlung im OKZ ist unentgeltlich. Das Zentrum ist das einzige in Russland, wo der Chef der Administration (der Gouverneur) des Rostower Gebiets Wladimir Fjodorowitsch Tschub entschieden hat, ein Sonderbudget für die Sicherung der teuren Behandlungstechnologien bereit zu stellen. Der 1997 organisierte psychosoziale Dienst wurde von der Internationalen Soros-Stiftung ausgezeichnet.
Das OKZ ist ein bedeutendes Zentrum für Hilfeleistung für Kinder mit bösartigen Erkrankungen. Hier werden nicht nur Kinder aus dem gebiet, sondern aus dem ganzen Südlichen Föderalkreis behandelt.
Das OKZ arbeitet erfolgreich mit dem Wissenschaftlichen Forschungsinstitut für Kinderhämatologie in Moskau zusammen. Es nimmt an der Multizentrischen Studie zur Akuten Lymphoblastischen Leukose, Promyelozythar-Leukose und aplastischen Anämie teil.
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